Papstweissagungen

 

1. Einleitung

2. Die Papstweissagungen des heiligen Malachias

3. Der heilige Malachias

4. Wahrheit oder Fälschung?

5. Die Weissagungen

6. Liste der Papstweissagungen des heiligen Malachias

7. Bibliographie

 

1. Einleitung

Prophetien sind immer Offenbarungen von Geheimnissen. Sie zielen darauf, die Zukunft zu beleuchten, die für alle anderen als den Propheten ein Geheimnis ist. Sie erklären denen, die die Sehergabe nicht besitzen, was kommen wird. Das „Dictionnaire Historique de la Papauté“ sagt über die Prophezeiungen, dass sie dazu dienen, die Omnipräsenz, die Weisheit und die Güte Gottes zu beweisen. Fast alle veröffentlichten Weissagungen sagen dabei die Zukunft voraus bis zu dem Punkt, an dem der Antichrist erscheinen wird und es zum jüngsten Gericht kommt. Im 18. und 19. Jahrhundert entstand eine neue Form der Weissagung, die eine präzise Funktion und politische und ideologische Motive hatte. Obwohl sie eher ein Instrument des (Spät-)Mittealters waren, erlebten sie zur Zeit der französischen Revolution, in der die Kirche in der Krise steckte, eine Wiedergeburt. Die Kirche bediente sich also ebenfalls der Voraussagungen, um ihre Politik zu legitimieren. Es heißt, dass ein bedeutender Teil der gegenrevolutionären Strömungen in Italien auf Prophetien basiert. Dabei seien die Aufständischen mit dem Schlachtruf „Viva Maria“ gegen ihre französischen Besatzer in den Kampf gezogen. Sie fühlten sich dabei in einer Zeit furchtbarer Begebenheiten durch die Weissagungen beschützt und legitimiert.

Papstweissagungen decken auf, wie die Zukunft der Päpste, des Papsttums oder der katholischen Kirche aussehen wird. Besonders in Zeiten der Konklaven, wo es eine Menge Prognosen gab, traten immer neue Prophezeiungen ans Licht. Eines der bekanntesten Beispiele für Weissagungen als Propagandawaffe sind die „Vaticinia de summis pontificibus“.

     

Sie bestehen 15 illustrierten Prophezeiungen, die mit einem schwer verständlichen Text versehen sind. Es liegt der Verdacht nahe, dass sie von einer abtrünnigen Gruppe Franziskaner verfasst wurden, die sich, durch ihre strenge Befolgung der Franziskanerregeln, den Unmut ihrer Oberen zuzogen, und erst eingekerkert wurden und dann ins Exil fliehen mussten. Nachdem Cölestin V. noch großes Verständnis für ihre Causa zeigte und sie während seiner Amtszeit ihren Glauben frei entfalten konnten, war sein Nachfolger Bonifaz VIII. das Schlimmste, was ihnen passieren konnte. Sie flüchteten aus Angst vor Repressalien nach Byzanz, wo einer aus der Gruppe Weissagungen über die Päpste für propagandistische Zwecke schuf. Grundlage hierfür waren die Leo-Orakel über die Kaiser des byzantinischen Reiches. Die neuen Vaticinia ließen nur Cölestin V. in gutem Licht erscheinen. Alle vorherigen Päpste und der ihm folgende Bonifaz waren jedoch auf den Bilder von einer schlechten Aura umgeben. Die letzten Bilder der Reihe lassen aber die Ankunft und den Triumph eines messianischen Papstes erkennen, auf den sie immer gewartet hatten. Um die Prophezeiungen glaubhafter zu machen, veröffentlichte man sie erst, als angeblich schon eine Reihe von Voraussagungen eingetreten war. Diese Methode werden wir auch bei vielen anderen Prophezeiungen vorfinden, die das Ziel haben, Interesse zu wecken. Eine Besonderheit in dieser Gattung bilden wegen ihrer Länge die Prophezeiungen des Hl. Malachias. Zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung, waren angeblich schon 71 Prophetien eingetreten und 41 sollten noch eintreten. Sie werden später noch ausführlicher behandelt.

Zu einer anderen Art von Prophezeiungen gehören die des kalabrischen Abtes Joachim von Fiore (um 1135-1202). Dieser versichert, kein Prophet zu sein, sondern nur ein geistesgelehrter Kommentator der Heiligen Schrift. Er könne zwar in die Zukunft blicken, aber nur, weil er die Heilige Schrift sehr gut kenne. Ein gründliches Studium der Bibel ermögliche jedem, vorherzusagen, was zwischen der Gegenwart und dem Weltende geschehen werde. Die Bibel berichtet also die gesamte Heilsgeschichte zwischen Adam und Armageddon. Abt Joachim erntete besonders bei den Franziskanern besondere Anhängerschaft, da dieser die Entstehung der Bettlerorden der Dominikaner und Franziskaner vorhergesagt hatte.

Im Folgenden wollen wir näher auf die Papstweissagungen des Hl. Malachias und auf die Frage eingehen, ob es sich wirklich um Prophetien handelt, die eingetreten sind.

 

2. Die Papstweissagungen des heiligen Malachias

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Im Jahr 1595 wurde eine zweibändige bibliographische Beschreibung berühmter Mitglieder des Benediktinerordens unter dem Titel „Lignum vitae, ornamentum et decus ecclesiae“ veröffentlicht (Abbildung oben links). Ihr Verfasser, der Belgier Arnold Wion gehörte selbst dem Orden an. Die Veröffentlichung wäre höchstwahrscheinlich schnell in Vergessenheit geraten, würde sie nicht auf den Seiten 307 – 311 die Weissagungen über die Päpste des Heiligen Malachias enthalten (im Original: „Prophetia S. Malachiae archiepiscopi de summis pontificibus“), die hier zum ersten mal an die Öffentlichkeit traten (Abbildung oben rechts). Die Weissagungen bestehen aus 112 Orakelhaften Sprüchen die sich auf die Päpste beziehen und von Cölestin II (1143) bis ans Ende der Welt, des Papsttums oder der katholischen Kirche reichen. Es handelt sich bei ihnen um kurze Sprüche, die sich auf die Person des Papstes, auf seine Herkunft, seinen Namen, sein Familienwappen oder auf wichtige Ereignisse während seines Pontifikats.

Zwei Beispiele:

Textfeld:  Die 18. Devise für Cölestin IV. lautet „LEO SABINUS“, „der Löwe aus Sabina“. In seinem Familienwappen steht im Vordergrund ein großer Löwe, und vor seiner Papstwahl war er Bischof in Sabina, einer kleinen Provinz nördlich von Rom. Für Urban VI. (1378-89) stellte Malachias zum Beispiel die Prophetie „De Inferno pregnani“ auf („Aus der Hölle von Pregnanien“). Dieser Papst kam ursprünglich aus einer Vorstadt Neapel mit dem Namen Inferno und sein bürgerlicher Name war Bartolomeo Prignano.

Die ersten 74 Sprüche, also für die Päpste zwischen 1143 und dem Konklave von 1590, wurden kommentiert herausgegeben und trafen erstaunlich genau mit dem Rufnamen oder Wappen der Päpste bzw. mit markanten Umständen ihrer Pontifikate zusammen. Die Kommentare stammen, laut Wion, von dem spanischen Dominikaner Alfons Ciaconus, einem bekannten Kirchenhistoriker und Katakombenforscher. Sie enthalten auch Devisen für die Gegenpäpste. Diese gab es nicht zu jedem Zeitpunkt der Geschichte, aber sie spiegelten Krisenzeiten der katholischen Kirche wieder. Obwohl sie nicht von der römischen Kurie anerkannt wurden, haben auch sie vorwiegend positive Devisen.

 

3. Der heilige Malachias

Textfeld:  Wer aber war dieser Heilige Malachias, der angeblich die Gabe hatte, die Pontifikate für das kommende Jahrtausend vorauszusagen? Er wurde mit dem Namen Máel Máedoc Ua Morgair im irischen Armagh im Jahr 1094 oder 1095 geboren und starb am 2. November 1148 in Clairvaux. Der Familienname Ua Morgair wurde lateinisiert in Malachias. Er wurde 1137 Bischof von Armagh. Zu jener Zeit war Irland heimgesucht von Aufständen, Normannenüberfällen und dem Krieg mit Dänemark; die kirchliche Organisation stand noch auf wackeligen Beinen, der Klerus war schlecht ausgebildet. Malachias schaffte es, die christliche Moral und die kirchlichen Werte wiedereinzuführen. Im Jahr 1139 reiste er in Vertretung aller irischen Bischöfe nach Rom, um vom Papst Innozenz I. Unterstützung zu erhalten. Innozenz II. ernannte ihn zum päpstlichen Legaten des Papstes für Irland. Er war sozusagen der oberste Bischof Irlands. Auf dieser Reise lernte er Bernhard von Clairvaux kennen. Dieser verfasste eine Hagiographie über Malachias, die später als wichtigste Grundlage für seine Heiligsprechung durch Clemens III. in Jahre 1190 diente und die die Quelle ist für fast alles, was man heute über ihn weiß. Dieser Text spricht auch von der Sehergabe des Malachias. Er ist heute einer der Schutzpatrone Irlands.

 

4. Wahrheit oder Fälschung?

Zunächst erfreuten sich die Weissagungen großer Beliebtheit. Anders als bei anderen Weissagungen aus dem Mittelalter zweifelte man erst ca. 80 Jahre nach ihrer Veröffentlichung an ihrer Echtheit. Mehrere Forscher meldeten im Laufe der Zeit Bedenken an, da es an Wions Aussage zu viele Ungereimtheiten gibt. Man weiß z.B. nichts über die Prophetien in den 450 Jahren zwischen ihrer angeblichen Entstehung und ihrem Erscheinen im Druck. Es gibt weder handschriftlichen Dokumente noch werden sie in irgendeiner anderen Schrift erwähnt. Wion nennt bei seiner Veröffentlichung keine Quellen, und Malachias' ebengenannter Hagiograph Bernhard von Clairvaux erwähnt die Papstweissagungen mit keinem Wort. Es erscheint merkwürdig, dass, obwohl dieser seine Sehergabe besonders hervorhebt, er seine wichtigste Arbeit nicht erwähnt.

Das wichtigste Argument der Zweifler ist jedoch, dass ziemlich deutlich zwei unterschiedliche Blöcke erkennbar sind, deren Weissagungen unterschiedlicher Natur sind. Der französische Historiker René Thibaut will diesen Einschnitt zwischen den 71 ersten und den folgenden Sprüchen erkannt haben. Seiner Meinung nach spiegelt erstere exakte Einzelheiten aus dem Vorleben der Päpste an, wie Tauf- und Familiennamen, Geburtsort, Wappen usw., während die folgenden niemals mit solcher Deutlichkeit auf persönliche Bilder berufen, sondern viel Interpretation und Symbolik benötigen. Der 71. Spruch beschreibt das Vatizinium des Hl. Pius V., der zwischen 1566 und 1572 auf dem heiligen Stuhl saß. Unter den ersten 71 befinden sich die Devisen „De corona montana“ (von der Krone des Berges), welche für Julius III. steht. Sie zielt eindeutig auf seinen bürgerlichen Namen (Giovanni Maria del Monte) und auf sein Familienwappen, welches Berge und Kränze zeigte. Sehr augenscheinlich ist auch der Spruch „Leo Sabina“ (der Löwe aus Sabina) für Cölestin IV., der vor seiner Wahl zum Papst Bischof von Sabina war und in seinem Wappen einen Löwen trug. Derartig eindeutige Anspielungen auf die Herkunft sind nach der 71. Devise sehr selten zu finden. Der Einschnitt ist dabei so eindeutig, dass man daraus folgert, dass die Schriften erst kurz vor ihrer Veröffentlichung entstanden sind, also irgendwann in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts.

Als möglicher Verfasser wurde unter anderem Wion selbst genannt. Da es aber keine Erklärung dafür gab, warum die drei letzten Päpste vor dem Jahr der Veröffentlichung unkommentiert blieben, hält man ihn als Verfasser für unwahrscheinlich. Außerdem beruhen die sechs letzten Devisen vor der Veröffentlichung auf der Symbolik der Sprüche nach der 71., anstatt vordergründigere Züge hervorzuheben. Andere Forscher behaupten, es handele sich beim Verfasser um einen Sekretär, der bei dem Konklave seinen Vorgesetzten zum Papstposten verhelfen wollte. Der „Dictionnaire historique de la Papauté“ behauptet, dass es sich bei den Malachiasprophetien ohne Zweifel um ein Werk des Sekretärs oder eines Mitarbeiters des Kardinal Simoncelli handelt. Simoncelli nahm 1590 an dem Konklave teil und war Bischof von Orvieto, die auch die „alte Stadt“ genannt wurde. Die Devise für den Papst der gewählt werden sollte war „EX ANTIQUITATE URBIS“ (Aus dem Altertum der Stadt, aus der alten Stadt). Sie hätte also gut auf Simoncelli zugetroffen. Der Sekretär soll also versucht haben, mit dieser Prophezeiung die Wahl zu beeinflussen. Die Wahl hat am Ende übrigens nicht Simoncelli gewonnen, sondern Niccolò Sfondrati (Gregor XIV.).

Es gibt natürlich auch Forscher, besonders aus kirchlichen Kreisen, die die Schriften für authentisch halten. Die katholische Enzyklopädie von 1913 schreibt, dass Malachias im Jahr 1139 nach Rom gereist ist, um Papst Innozenz II. über seine Diözese zu berichten. Während er in Rom war, hatte er merkwürdige Visionen von der Zukunft, und vor seinem Geiste entfaltete sich eine Liste von den Pontifizes, die die katholische Kirche bis an das Ende der Tage führen würden. Der heilige Malachias übergab die Liste dem Papst Innozenz II., und dieser bewahrte sie in den Archiven des Vatikans auf, wo sie in der Vergessenheit gerieten, bis sie im Jahre 1590 wieder entdeckt wurden. Die Gründe, die Innozenz II. dazu bewegten, die Dokumente geheim zu halten, sind jedoch nicht bekannt. Es besteht auch keine logische Erklärung, warum die Kirche ein Interesse daran gehabt hätte, sie nicht zu veröffentlichen. Sie wurden von einem katholischen Bischof geschrieben und lassen das Papsttum und die Kirche in einem guten Licht erscheinen (im Gegensatz zu den vorher genannten Vaticinia). Des weiteren war die Liste so lang, dass ein baldiges Ende der Welt nicht absehbar war und außerhalb der Vorstellungskraft der damaligen Bevölkerung lag.

Heute sind viele Autroen der Auffassung, dass die Papstweissagungen von einen Menschen des 16. Jahrhunderts geschrieben wurden, der über Seherqualitäten verfügte und Vorkommnisse prophezeien konnte. Dieser hat dann die 41 orakelhaften Devisen verfasst (von der 72. bis zur 112.) und anschließend die ersten 71. Zweck der ersten 71 Prophetien war es, Interesse zu erwecken, indem man angebliche Voraussagungen aus der Vergangenheit bestätigen konnte. Für den Blick in die Vergangenheit bediente sich dieser „Seher“ höchstwahrscheinlich den 1557 erschienenen Werks eines Kirchenhistorikers „Epitome vitarum Romanorum Pontificum“. Dieser bot alles, was die Devisen für die ersten 71 Päpste benötigten (Wappen, Namen, usw.) und weist die größten Gemeinsamkeiten mit den Malachiasprohetien auf, einschließlich historischer Fehler. Man wählte wohl dann Malachias als Verfasser, da dessen Prophetengabe historisch belegt war und er ein Zeitgenosse des ersten Papstes war, dem eine Devise zugesprochen wurde (Cölestin II.).

Textfeld:  Verschiedene Forscher (u.A. Hildebrand Troll in „Die Papstweissagung des heiligen Malachias“) halten den katholischen Reformer und später Heiliggesprochenen Philipp Neri (*Florenz 21.7.1515, † Rom, 26.5.1595) für den Urheber der Papstweissagungen. Er war in der Kirche sehr einflussreich, und alle Päpste seiner Zeit legten bei ihm die Beichte ab. Er lebte in der Zeit, in der die Weissagungen wahrscheinlich entstanden sind, in der zweite Hälfte des 16.Jahrhunderts, und er stach in dieser Zeit durch seine einzigartigen charismatischen Begabungen hervor. Glaubwürdig überliefert wurden mystische Zustände, Aufsehen erregende Heilungen, Weissagungen und Vorraussagungen verschiedenster Art. Seine Visionen holten ihn zu jedem möglichen Zeitpunkt ein, und er konnte nichts dagegen tun. Seinem Freund Federigo Borromeo gestand er: „Manchmal muss ich etwas sagen und weiß nicht warum. Gott verlangt es von mir.“ Über ihn wurde gesagt, dass er die Schwerkraft aufhob. Augenzeugen berichteten, dass sie ihn beim Gebet in der Messe hätten schweben sehen. Wenn er von Gott redete, bebte mitunter sein ganzer Körper, manchmal sogar das Zimmer oder das Gebäude, in dem er sich befand. Hildebrand Troll berichtet von einer seiner Messen: „Nach dem Agnus Dei (Teilen des Brotes zur Kommunion) löschen die Messdiener die Kerzen aus, ziehen die Vorhänge vor und alle Anwesenden verlassen den Raum. Nur eine kleine Lampe verbreitet einen schwachen Schein. Nach zwei Stunden und darüber kehren die Messdiener zurück. Sie finden sein Gesicht bleich und verstört, mehr einem Sterbenden als einem Lebenden ähnlich, das Auge starr und abwesend in eine andere Welt gerichtet.“ Das Bild, welches hier zu sehen ist und im Original in der Quadreria die Gerolamini in Neapel hängt, hält diesen Moment fest.

Textfeld:  Von besonderer Bedeutung im Zusammenhang der Papstweissagungen ist jedoch, dass Philipp Neri alle Ergebnisse der Konklaven seiner Zeit vorausgesehen hat. Antonio Gallonio, sein ältester Biograph schreibt dazu (Übersetzung aus dem Lateinischem): „Folgendes Erstaunliche möchte ich über den seligen Vater hinzufügen: fast immer, wenn der päpstliche Stuhl seines Hirten verwaist war, hörte er, bald im Schlafe, bald in wachem Zustand, den Namen dessen, der zum Papst erwählt werde, mit ganz lauter Stimme; er hatte die Gewohnheit, diese Tatsache nur ganz wenigen Menschen anzuvertrauen.“ Ein anderer Biograph schrieb: „Philipp sah fast alle Wahlen der zukünftigen Päpste durch göttliche Eingebung voraus.“ Dieser Biograph beschreibt dann an einigen Beispielen, wie der Heilige seinen Vertrauten den Namen des Kardinals offenbarte, der das Konklave als Papst verlassen würde, manchmal mit genauer Zeitangabe. Für Hildebrand Troll sind dies Beweise genug, um ihn als wahrscheinlichsten Verfasser der Prophetien zu führen. Er besaß die Eignungen und lebte zu der Zeit, als sie entstanden sind. Der Umstand, dass die Originale der Papstweissagungen nicht existieren, spricht für Philipp Neri, da dieser vor seinem Tod alle seine persönlichen Papiere ins Feuer geworfen hatte. Er hat wohl den hl. Malachias dann als „Sprachrohr“ benutzt.

 

5. Die Weissagungen

Im Folgenden sollen einige Weissagungen gezeigt und erklärt werden, in welcher Art und Weise sie eingetroffen sind. Die ersten gehören zu den ersten 71 Prophetien, die, wie vorher erklärt, wahrscheinlich keine Voraussagungen sind.

 

5.1. Weissagungen bis zur 71. Devise

1. Devise: „EX CASTRO TIBERIS“ (aus dem Schloss/der Festung des Tibers). Kommentierung von Ciaconius: „TIPHERNAS“. Dies ist die erste der Malachias-Prophetien und gilt für Cölestin II. (1143-44), geboren in Città di Castello in der Toskana mit dem bürgerlichen Namen Guido di Città di Castello. Schon bei der Betrachtung des Namens, der gleichzeitig seine Herkunft beschreibt, wird klar, worauf sich die Devise bezieht. Wenn man hinzunimmt, dass das Dorf vorher Tiphernum hieß, ein Wort welches vom Wort Tiber stammt, wird einem die ganze Devise deutlich.

21. Devise: „HIERUSALEM CAMPANIAE“ (Jerusalem aus Champagne). Kommentierung: „GALLUS; TRECENSIS IN CAMPANIA; PATRIARCHA HIERUSALEM“. Devise für Urban IV. (1261-1264). Er war Franzose aus Troyes in der Region Champagne. Vor seiner Wahl zum Papst war er Patriarch von Jerusalem. Daher die zu ihm passende Devise „Jerusalem aus Champagne“.

Die ersten 71 Prophetien laufen alle nach diesem einfach gestrickten Schema ab. Es wird entweder Bezug auf den Namen, die Herkunft, das Familienwappen oder andere ins Auge fallende Tatsachen genommen. Zu der gleichen Gruppe gehören die vorher genannten Devisen „LEO SABINUS“ und „DE INFERNO PREGNANI“. Manche Forscher versuchen auch, bei den ersten 71 historischen Begebenheiten in die Devise hineinzuinterpretieren. Bei der 23. Devise („ANGUINEUS VIR“, „Ein schlangenähnlicher Mann“) für Gregor X. schreibt Charles de Fontbrune, dass sie sich hier um den Kampf dieses Papstes gegen den teuflischen Kriegsherren und König von Sizilien Karl von Anjou handele. Dieser schreckte weder vor Mord, noch vor Folter oder Totschlag zurück, um seine Ambitionen zu erreichen. Schaut man sich jedoch das Familienwappen dieses Papstes an (bürgerlich: Tebaldo Visconti), welches hier abgebildet ist, so sieht man eine Schlange, die einen Menschen zu fressen versucht. Es ist die einfachere Deutung der Prophetie und somit wohl auch die, auf die sie sich bezieht.

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5.2. Weissagungen nach der 71. Devise

Interessanter sind die Prophetien, die nach der 71. kommen. Obwohl diese nachweislich für die Zukunft gelten, treffen sie häufig auf interessante Weise zu. Sie erfordern allerdings eine tiefergehende Untersuchung der Pontifikate und der Symbolik. Nachdem die Prophetien des Malachias in Vergessenheit geraten waren, erlangten sie besondere Aufmerksamkeit, als Pius VI. zwischen 1775 und 1799 den Papststuhl innehatte. Für ihn galt die Devise „Peregrinus Apostolicus“ (Apostolischer Pilger). In einem kirchenfeindlichen Europa bereiste er den Kontinent, um bei Kaisern und Königen den Glauben wieder zu beschwören. Dies war insofern eine Sensation, da über mehrere Jahrhunderte kein Papst den Vatikan verlassen hatte. Man erinnerte sich wieder an die Malachias-Weissagungen, die nahezu vergessen waren, und es wurde in Deutschland 1782 eine Medaille zu Ehren Pius' VI. geschlagen, die die Legende „Peregrinus Apostolicus“ trägt. Der Grund, warum die Weissagungen bis heute so ein großes Interesse geweckt haben, sind ihre mehrdeutigen Aussagen. Zum einen sind sie sehr unklar, legen sich nicht konkret fest und erlauben so, einen großen Spielraum an Interpretationsmöglichkeiten. Außerdem ist die Übersetzung aus dem Lateinischen nicht immer eindeutig. An dieser Stelle soll noch einmal daran erinnert werden, dass diese Rechnung nur aufgeht, wenn man die Gegenpäpste hinzuzählt, wie man es bei den ersten 71 Devisen gemacht hat. Es sollen im Folgenden einige Devisen vorgestellt werden, die sehr bemerkenswert sind:

72. Devise: „MEDIUM CORPUS PILARUM“ (der Himmelskörper inmitten der Gestirne). Diese Devise galt für Gregor XIII. (1572-1585). Gregor XIII. ist auch heute noch besonders für eine Maßnahme bekannt: für die Verbesserung des Kalenders und somit für die Einführung des aktuell herrschenden Gregorianischen Kalender. Imr vorher geltenden Kalender, der im Jahr 325 auf dem Konzil von Nikaia festgelegt worden war, war das Jahr um 0,0078 Tage zu lang angesetzt. Das bedeutete, dass gegen Ende des 16. Jahrhunderts der Unterschied auf 10 Tage angewachsen war. Nach langen Beratungen mit Wissenschaftlern entschloss sich der Papst, auf den 4. den 15.10.1595 folgen zu lassen. Es wurde außerdem festgelegt, dass von den Jahren 1600, 1700, 1800, usw. nur diejenigen Schaltjahre sind, die durch 400 teilbar sind (also 1600, 2000, 2400 usw.). Dies führt dazu, dass dieser Kalender erst nach 3000 Jahren um einen Tag von der Sonne abweichen wird. Die Devise, die auf Astrologie oder Mathematik hinweist, könnte sich auf dieses Ereignis beziehen.

73. Devise: „AXIS IN MEDIETATE SIGNI“ (Die Achse in der Mitte des Zeichens) Sixtus V. (1585-90). Für diese Devise hat das „Dictionaire historique de la Papauté“ eine interessante Erklärung. Diese Devise soll nämlich vorhersagen, zu welchem Zeitpunkt das Ende der Welt kommen wird. Sie sagt nämlich, dass sich dieser Papst genau in der Mitte der Weissagungen befindet und man somit das Ende der Welt errechnen könnte (1585 – 442= 1143 (1. Devise), 1585 + 442=2027 (Ende der Welt). Das wäre übrigens auch das Jahr, welches Nostradamus für das Ende der Welt vorgesehen haben soll.

80. Devise: „IN TRIPULATIONE PACIS“ (In der Bedrängnis des Friedens). Devise für Gregor XV. (1621-23), in dessen Pontifikat Europa von Kriegen und Spannungen heimgesucht wurde wie selten zuvor. Deutschland befand sich im Dreißigjährigen Krieg, der niederländische Waffenstillstand war dem Ablaufen nahe, die Polen wurden von den Türken und den Tartaren bedroht, die protestantischen Mächte lauerten auf einen Angriff auf die Habsburger, Frankreich war durch die Hugenotten in Unruhe versetzt, und Spanien stritt sich mit Frankreich um die Pässe Graubündens. In dieser Angelegenheit griff dann auch der Papst persönlich ein und bat den spanischen König Philipp III., die Angelegenheit aus der Welt zu schaffen. Man könnte die Weissagung auch gleichsetzten mit „im Krieg“. Und dies war auch der Zustand, mit der der Papst während seines Pontifikats kämpfen musste. Obwohl Historiker den Pazifismus dieses Papstes hervorhoben, war bei seinem Tod Europa nicht friedlicher als bei seinem Antritt.

97. Devise: „AQUILA RAPAX“ (Räuberischer Adler). Devise für Pius VII. (1800-23). Diese Devise ist interessant, weil sie sich auf mehrere Sachen bezieht und ein wenig mit den Wörtern gespielt wird. Es ist nicht die einzige Devise, bei der der Autor das macht. Zum einen wird bei Blick auf den Wappen deutlich, dass das Wort PAX, auf der heraldisch rechten Seite des Wappens zu finden ist. Das Wort RA-PAX nimmt also Bezug auf diese Besonderheit. Zum anderen bezeichnet die Prophetie mit dem Bild AQUILA RAPAX Napoleon, den Bedränger des Papstes. Napoleon, dessen selbst gewähltes Symbol der Adler (in der Abbildung zu sehen) mit dem ausgespannten Flügel war, bemächtigte sich nicht nur des Kirchenstaats, sondern hielt am Ende ganz Europa in seinen Fängen. Die Prophetie trifft also erneut das Wesentliche des Pontifikats.

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102. Devise: „LUMEN IN COELO“ (Licht am Himmel). Devise für Leo XIII (1878-1903). Die Weissagungen weisen hier erneut ganz klar auf das Wappen hin. Auf ihm ist eine Sternschnuppe erkennbar, die über einem Baum, durch den Himmel fliegt.

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104. Devise: „RELIGIO DEPOPULATA“ (entvölkerte Religion). Devise für Benedikt XV. (1914-22). Sein Pontifikat war vom ersten Weltkrieg überschattet, seinem erfolglosen Einsatz für den Frieden und die massenhafte Abwanderung aus der katholischen Kirche in den kommunistischen Ländern. Sehr wahrscheinlich bezieht sich hier die Weissagung erneut auf mehrere Ereignisse.

110. Devise: „DE LABORE SOLIS“ (Vom Mühsal/Bedrängnis/Arbeit der Sonne). Devise für Johannes Paul II. (1978-2005). Es heißt, man versteht die Weissagungen erst, wenn sie eingetroffen sind. Andere sagen, man muss bis zum Ende des Pontifikats warten, um sagen zu können, worauf sich die Weissagungen beziehen. Da Johannes Paul II. erst 2005 gestorben ist und die Quellen aus den 80er Jahren stammen, können sie nicht genau sagen, worauf sie sich bezieht. Diese Devise ist eine der am schwersten zu deutenden. Sie lässt sehr viel Spielraum für Interpretationen, und so kommt es auch, dass verschiedene Quellen verschiedene Deutungen anerkennen (Es sei hier angemerkt, dass es sich bei diesen Quellen um aktuelle, manchmal etwas obskure Internetseiten handelt). Die Unklarheit kommt allerdings auch daher, dass die Übersetzung nicht eindeutig ist. So versteht eine christliche Internetseite diese Devise als „Die Mühlsal der Sonne“ und weist darauf hin, dass der Papst aus Polen kam, einem Land, welches zur Zeit seiner Wahl als atheistisch galt. Die Kirche (für die die Sonne steht) befand sich in diesem Land also in Bedrängnis. Während seines Pontifikats erlebte die Kirche erhebliche Niederlagen: eine vorher nie da gewesene Abwanderung, „die völlige Zerstörung der Ehe als Sakrament und der Familie und die massenhaften Abtreibungen, die nicht mehr als "Mord im Mutterleib", sondern als "Recht" angesehen werden“. Andere Quellen verstehen die Übersetzung eher als „Die Arbeit der Sonne“ und beziehen die Weissagung auf die vielen Reisen, die der Papst gemacht hat, selbst in den letzten Jahren, wo er von der Krankheit gekennzeichnet und geschwächt war. Kein anderer Papst vor ihm war in so vielen Ländern. Zwischen Japan und Mexiko hatte er die Welt bereist, von dort, wo die Sonne aufgeht, bis dort, wo sie wieder untergeht. Mit Sonne ist hier wieder die Kirche gemeint, verkörpert durch den Papst. Bezieht sich die Devise also auf die vielen Reisen und die damit verbundene Arbeit? Oder ist die bedrängte Sonne ein Synonym für die Sonnenfinsternis, die es am Tag der Geburt Karol Wojtylas gab und sowie am Tag seiner Beerdigung auf dem amerikanischen Kontinent? Oder hat es vielleicht doch damit zu tun, dass er aus Polen kam, damals noch Ostblock, wo doch im Osten die Sonne aufgeht?

111. Devise: „GLORIA OLIVAE“ (der Ruhm des Ölbaums, Olivenhains), Devise für den aktuellen Papst Benedikt XVI (2005- ). Auch hier ist nicht erkennbar, worauf sich diese Devise bezieht. Sicher ist jedoch, dass es sich nicht, wie von einigen im Vorhinein vermutet, auf die Herkunft beziehen würde. Die Quellen (wie gesagt aus den 80er Jahren) hatten im Bezug auf den Ölbaum vermutet, dass es sich wegen der Erwähnung des Ölbaums um einen Papst aus Spanien, Polen, Jerusalem oder um einen Papst jüdischen Ursprungs handeln könnte. Alle diese Orte werden durch den Olivenhain oder -baum symbolisiert. Der Olivenhain ist für die Christen ein Symbol des Friedens und der Versöhnung zwischen Gott und den Menschen, nachdem Noah eine Taube losgeschickt hatte, um nach Land zu suchen, welche mit einem Ölzweig im Schnabel zurückkehrte. Vielleicht wird dies ein besonderes Merkmal seines Pontifikats. Es heißt, eines der Ziele Papst Benediks XVI. sei die Wiedereingliederung der orthodoxen in die katholische Kirche. Würde ihm das gelingen, könnte die Devise sich hierauf beziehen und der Ölbaum Griechenland symbolisieren.

112. und letzte Devise: „IN PERSECUTIONE EXTREMA S.R. ECCLESIAE SEBEDIT PETRUS ROMANUS, QUI PASCET OVES IN MULTIS TRIBULATIONIBUS, QUIBUS TRANSACTIS CIVITAS SEPTICOLLIS DIRUETUR ET JUDEX TREMENDUS JUDICABIT POPULUM SUUM. FINIS“ (Während der letzten (bzw. äußerst großen) Verfolgung der heiligen Kirche wird Petrus, ein Römer, regieren. Er wird die Schafe unter vielen Bedrängnissen weiden. Dann wird die Siebenhügelstadt zerstört werden und der furchterregende Richter wird sein Volk richten. Ende). Hier endet die Liste der Prophetien. Natürlich weiß man heute nicht, was diese Weissagung zu bedeuten hat. Kommt das Ende der Welt, des Papsttums oder der katholischen Kirche? Bei Vergleichen mit anderen Vorhersagungen wird immer ein Ende vorausgesagt. Die Bibel spricht von der Apokalypse, Nostradamus sieht einen 27 jährigen Krieg gegen den Antichristen voraus und Malachias eben die Zerstörung Roms. Charles de Fontbrune vergleicht dabei das aktuelle Rom mit anderen Orten aus dem Altertum, die zerstört wurden: Sodom, Babylon, Ägypten und jetzt Rom? Ist es so, dass die reichsten Städte zerstört werden? Rom und besonders der Vatikan haben die größte Ansammlung an Kunstwerken. Sollte die Stadt deswegen zerstört werden? Fontbrune findet allerdings auch eine andere mögliche Interpretation für die Vorhersage. In den Jahren, in denen die Prophetien galten, hat die Menschheit die Kriege, Völkermorde, Unterdrückungen erlebt. Zu keinem Zeitpunkt der Geschichte hat es das nicht gegeben. Vielleicht wird die 2000 Jahre alte Botschaft „Frieden auf Erden für die Menschen, die gutenm Willens sind“ eintreffen, und es wird Frieden auf der Welt herrschen.

Damit allerdings der aktuelle Papst (Benedikt XVI.) der vorletzte ist und somit der darauf folgende Petrus Romanus der letzte Papst ist, muss eine Besonderheit eingehalten werden: Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung müssen auch die Gegenpäpste in die Rechnung einbezogen werden, danach werden nur die legitimen Päpste berücksichtigt. Auf der folgenden Liste der Devisen und den dazugehörigen Päpsten, werden auch die Gegenpäpste genannt.

 

6. Liste der Papstweissagungen des heiligen Malachias

Papst No.

Name (Pontifikat)

Motto Nr.

Motto (und Erklärung)

167

Cölestin II. (1143-1144)

1

Ex castro Tyberis

168

Lucius II. (1144-1145)

2

Inimicus expulsus

169

Eugene III. (1145-1153)

3

Ex magnitudine montis

170

Anastasius IV. (1153-1154)

4

Abbas Suburranus

171

Hadrian IV. (1154-1159)

5

De rure albo

Gegenpapst

Victor IV. (1159-1164)

6

Ex tetro carcere

Gegenpapst

Paschal III. (1164-1168)

7

Via trans-Tyberina

Gegenpapst

Calistus III. (1168-1178)

8

De Pannonia Tusciæ

172

Alexander III. (1159-1181)

9

Ex ansere custode

173

Lucius III. (1181-1185)

10

Lux in ostio

174

Urban III. (1185-1187)

11

Sus in cribo

175

Gregor VIII. (1187)

12

Ensis Laurentii

176

Clemens III. (1187-1191)

13

De schola exiet

177

Cölestin III. (1191-1198)

14

De rure bovensi

178

Innozenz III. (1198-1216)

15

Comes signatus

179

Honorius III. (1216-1227)

16

Canonicus de latere

180

Gregor IX. (1227-1241)

17

Avis Ostiensis

181

Cölestin IV. (1241)

18

Leo Sabinus

182

Innozenz IV. (1243-1254)

19

Comes Laurentius

183

Alexander IV. (1254-1261)

20

Signum Ostiense

184

Urban IV. (1261-1264)

21

Hierusalem Campaniæ

185

Clemens IV. (1265-1268)

22

Draca depressus

186

Gregory X (1271-1276)

23

Anguinus vir

187

Innozenz V. (1276)

24

Concionatur Gallus

188

Hadrian V. (1276)

25

Bonus Comes

189

Johannes XXI. (1276-1277)

26

Piscator Tuscus

190

Nicolaus III. (1277-1280)

27

Rosa composita

191

Martin IV. (1281-1285)

28

Ex teloneo liliacei Martini

192

Honorius IV. (1285-1287)

29

Ex rosa leonina

193

Nicolaus IV. (1288-1292)

30

Picus inter escas

194

Cöestin V.(1288-1292)

31

Ex eremo celsus

195

Bonifaz VIII. (1294-1303)

32

Ex undarum benedictione

196

Benedikt XI. (1303-1304)

33

Concionator patereus

197

Clemens V. (1305-1314)

34

De fessis Aquitanicis

198

Johannes XXII. (1316-1334)

35

De sutore osseo

Gegenpapst

Nicolaus V. (1328-1330)

36

Corvus schismaticus

199

Benedikt XII. (1334-1342)

37

Frigidus Abbas

200

Clemens VI. (1342-1352)

38

De rosa Attrebatensi

201

Innozenz VI. (1352-1362)

39

De montibus Pammachii

202

Urban V. (1362-1370)

40

Gallus Vice-comes

203

Gregor XI. (1370-1378)

41

Novus de Virgine forti

Gegenpapst

Clemens VII. (1378-1394)

42

De cruce Apostilica

Gegenpapst

Benedikt XIII. (1394-1423)

43

Luna Cosmedina

Gegenpapst

Clement VIII (1423-1429)

44

Schisma Barcinonicum

204

Urban VI. (1378-1389)

45

De Inferno pregnani

205

Bonifaz IX. (1389-1404)

46

Cubus de mixtione

206

Innozenz VII. (1404-1406)

47

De meliore sydere

207

Gregor XII. (1406-1415)

48

Nauta de ponte nigro

Gegenpapst

Alexander V. (1409-1410)

49

Flagellum Solis

Gegenpapst

Johannes XXIII. (1410-1415)

50

Cervus Sirenæ

208

Martin V. (1417-1431)

51

Corona veli aurei

209

Eugene IV. (1431-1447)

52

Lupa cælestina

Gegenpapst

Felix V. (1439-1449)

53

Amator crucis

210

Nicolaus V. (1447-1455)

54

De modicitate lunæ

211

Callistus III. (1455-1458)

55

Bos pascens

212

Pius II. (1458-1464)

56

De capra et Albergo

213

Paul II. (1464-1471)

57

De cervo et Leone

214

Sixtus IV. (1471-1484)

58

Piscator Minorita

215

Innozenz VIII. (1484-1492)

59

Præcursor Siciliæ

216

Alexander VI. (1492-1503)

60

Bos Albanus in portu

217

Pius III. (1503)

61

De parvo homine

218

Julius II. (1503-1513)

62

Fructus jovis juvabit

219

Leo X. (1513-1521)

63

De craticula Politiana

220

Adrian VI. (1522-1523)

64

Leo Florentius

221

Clemens VII. (1523-1534)

65

Flos pilæi ægri

222

Paul III .(1534-1549)

66

Hiacynthus medicorum

223

Julius III.(1550-1555)

67

De corona Montana

224

Marcellus II. (1555)

68

Frumentum floccidum

225

Paul IV. (1555-1559)

69

De fide Petri

226

Pius IV. (1559-1565)

70

Æsculapii pharmacum

227

St. Pius V. (1566-1572)

71

Angelus nemorosus

228

Gregor XIII. (1572-1585)

72

Medium corpus pilarum

229

Sixtus V. (1585-1590)

73

Axis in medietate signi

230

Urban VII. (1590)

74

De rore cæli

231

Gregor XIV. (1590-1591)

75

De antiquitate Urbis

232

Innozenz IX. (1591)

76

Pia civitas in bello

233

Clemens VIII. (1592-1605)

77

Crux Romulea

234

Leo XI. (1605)

78

Undosus Vir

235

Paul V. (1605-1621)

79

Gens perversa

236

Gregoy XV. (1621-1623)

80

In tribulatione pacis

237

Urban VIII. (1623-1644)

81

Lilium et rosa

238

Innozenz X. (1644-1655)

82

Jucunditas crucis

239

Alexander VII. (1655-1667)

83

Montium custos

240

Clemens IX. (1667-1669)

84

Sydus Olorum

241

Clemens X. (1670-1676)

85

De flumine magno

242

Innozenz XI. (1676-1689)

86

Bellua insatiabilis

243

Alexander VIII. (1689-1691)

87

Pœnitentia gloriosa

244

Innozenz XII. (1691-1700)

88

Rastrum in porta

245

Clemens XI. (1700-1721)

89

Flores circumdati

246

Innozenz XIII. (1721-1724)

90

De bona Religione

247

Benedikt XIII. (1724-1730)

91

Miles in bello

248

Clemens XII. (1730-1740)

92

Columna excelsa

249

Benedikt XIV. (1740-1758)

93

Animal rurale

250

Clemens XIII. (1758-1769)

94

Rosa Umbriæ

251

Clemens XIV. (1769-1774)

95

Ursus velox

252

Pius VI. (1775-1799)

96

Peregrinus Apostolicus

253

Pius VII. (1800-1823)

97

Aquila rapax

254

Leo XII. (1823-1829)

98

Canis et coluber

255

Pius VIII. (1829-1830)

99

Vir religiosus

256

Gregor XVI. (1831-1846)

100

De balneis hetruriæ

257

Pius IX. (1846-1878)

101

Crux de cruce

258

Leo XIII. (1878-1903)

102

Lumen in cælo

259

St. Pius X. (1903-1914)

103

Ignis ardens

260

Benedikt XV. (1914-1922)

104

Religio depopulata

261

Pius XI. (1922-1939)

105

Fides intrepida

262

Pius XII. (1939-1958)

106

Pastor angelicus

263

Johannes XXIII. (1958-1963)

107

Pastor et Nauta

264

Paul VI. (1963-1978)

108

Flos florum

265

Johannes Paul I. (1978)

109

De medietate Lunæ

266

Johannes Paul II. (1978-2005)

110

De labore Solis

267

Benedikt XVI. (2005-)

111

Gloria Olivae

112

„IN PERSECUTIONE EXTREMA S.R. ECCLESIAE SEBEDIT PETRUS ROMANUS, QUI PASCET OVES IN MULTIS TRIBULATIONIBUS, QUIBUS TRANSACTIS CIVITAS SEPTICOLLIS DIRUETUR ET JUDEX TREMENDUS JUDICAVIT POPULUM SUUM. FINIS“ (Während der letzten (bzw. äußerst großen) Verfolgung der heiligen Kirche wird Petrus, ein Römer, regieren. Er wird die Schafe unter vielen Bedrängnissen weiden. Dann wird die Siebenhügelstadt zerstört werden und der furchtbare Richter wird sein Volk richten. Ende)

 

7. Bibliographie

H. Troll, „Die Papstweissagung des heiligen Malachias“, 1979, Aschaffenburg

Jean-Charles de Fontbrune, „Histoire et Prophétie des Papes“ Fontbrune interprète de Malachie, 1984, Monaco

Philippe Levillain, „Dictionnaire Historique de la Papauté“, 1994