Fachbereich Südostasienkunde
Lehrstuhlprofil

Lehrstuhlprofil

Der Lehrstuhl für Vergleichende Entwicklungs- und Kulturforschung (Fokus: Südostasien) forscht und lehrt international und gesellschaftsrelevant zu Südostasien mit den inhaltlichen Schwerpunkten:

  • Analyse von Entwicklungs- und Transformationsprozessen
  • Sozial-ökologische Forschung zur nachhaltigen Gestaltung gesellschaftlicher Naturverhältnisse
  • Gender Studies zum Verständnis von Ungleichheiten

Methodisch der qualitativen Sozialforschung verpflichtet, werden am Lehrstuhl neue Verfahren der Interdisziplinarität umgesetzt und die transdisziplinäre Zusammenarbeit mit Wissensträgern aus der Praxis ausgebaut. Der Ansatz des theoretisch und empirisch gegründeten Vergleichs eröffnet Erkenntniszugänge durch länderübergreifende Forschungserfahrung mit einem Schwerpunkt auf Indonesien.

Forschungsschwerpunkt Entwicklungssoziologie

Ländliche und urbane Räume unterliegen einerseits dem Wandel durch Globalisierung und andererseits einer veränderten gesellschaftlichen Wahrnehmung und Erwartungshaltung. Die Vernetzung ländlicher Räume durch Abwanderungen aus strukturschwachen Gebieten sowie die Arbeitsmigration in Städte stellen neue Herausforderungen an die theoretischen Begriffe Lokalität und Nachhaltigkeit dar. Anhand von Fallbeispielen wie z.B. Biotreibstoffen und Biodiversität wird das Spannungsfeld der Entwicklung zwischen städtischen und ländlichen Räumen analysiert.

Forschungsschwerpunkt Geschlechterungleichheit

Um einerseits die Prozesse der Herstellung des sozialen Geschlechts zu fassen und andererseits ihre soziale Regelhaftigkeit und damit ihre Wandelbarkeit zu verstehen, arbeitet der Lehrstuhl für Vergleichende Entwicklungsforschung (Fokus: Südostasien) mit Ansätzen aus der Entwicklungssoziologie, der Organisationssoziologie und der Institutionenökonomie. Zur theoretischen Fassung dieser Situation wird mit dem Konzept Intraface der Lehrstuhlinhaberin Professorin Dr. Martina Padmanabhan gearbeitet, das Verhandlung von Bedeutung, Wissen und Macht zwischen den Geschlechtern innerhalb einer Lebenswelt angesichts der Konfrontation mit anderen Logiken beschreibt.

Forschungsschwerpunkt Institutionenanalyse

Das Verständnis von Institutionen als regelhafte Übereinkünfte, die soziale Interaktion strukturieren und damit zur Koordination menschlichen Handelns beitragen, ist ein zentraler Forschungsansatz des Lehrstuhls. Die Ermöglichung kollektiven Handelns und die Etablierung und Durchsetzung von Verfügungsrechten ist zentral für Umweltgüter, die als Gemeingut genutzt werden. Dabei ist die Analyse der spezifischen Eigenschaften der natürlichen Ressourcen wichtig, so wie eine den Akteuren und der Ökologie angemessene Steuerungsstruktur. Das Interesse des klassischen Institutionalismus an Geschlecht als asymmetrische Institution verbindet der Lehrstuhl mit neueren Verhandlungsansätzen.