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Der Masterstudiengang Text- und Kultursemiotik verbindet sprach-, literatur- und bildwissenschaftliche sowie medienphilologische Inhalte mit der Vermittlung kommunikationswissenschaftlicher und interkultureller Kompetenzen. Dies erfolgt unter dem Aspekt einer übergreifenden Kultursemiotik, liegt doch die Gemeinsamkeit dieser Wissenschaften in der Beschäftigung mit Zeichensystemen, die jeweils für sich und in ihren komplexen Zusammenhängen entschlüsselt werden müssen.
Studierende haben dabei die Möglichkeit, einen Schwerpunkt in Germanistik, Anglistik, Romanistik oder Slavistik oder aber in den Bildwissenschaften (Kunstgeschichte) und der Medienphilologie zu setzen. Im Gegensatz zu philologisch basierten Masterstudiengängen an anderen Universitäten können Studierende in Passau aber nicht nur die Einzelphilologien mit ihrer jeweiligen Sprach- und Literaturwissenschaft studieren, sondern sie haben zudem die Möglichkeit, zwei Sprach- oder Literaturwissenschaften unterschiedlicher Philologien zu kombinieren oder das Studium einer dieser Sprach- oder Literaturwissenschaften durch Bildwissenschaften (Kunstgeschichte) und Medienphilologie zu ergänzen. Darüber hinaus erwerben Studierende anwendungsbezogene kommunikationswissenschaftliche, interkulturelle oder informationstechnologische Zusatzkompetenzen.
Der Masterstudiengang bereitet – entsprechend den gewählten Schwerpunkten – auf eine Vielzahl wissenschaftlicher und wissenschaftsbasierter Berufe vor, in denen sprachliche, bildliche und auf kommunikativen Handlungen gründende Zeichensysteme semiotisch analysiert und die Ergebnisse möglichen Anwendern zur Verfügung gestellt werden: Tätigkeitsfelder liegen im Bereich der Bestandserfassung, Dokumentation, Archivierung, Bearbeitung, Bereitstellung und Veröffentlichung von Texten aller Art, einschließlich Bildern und Filmen. Mögliche Arbeitgeber sind Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, wissenschaftlichen Prinzipien verpflichtete Archive, Museen, Bibliotheken und Mediatheken, Mittler zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit wie Fachzeitschriften, Verlage und Onlineredaktionen, kulturelle Institutionen und Kulturverwaltungen, aber auch Verbände und Unternehmen, insbesondere in den Bereichen der innerbetrieblichen Kommunikation sowie der PR, Werbung, Kundenpflege und des Kultursponsorings. Zudem bereitet der Studiengang auf freiberufliche Tätigkeiten als Fach- oder Sachbuchautor oder eine freie Mitarbeit an Feuilletons, Wissenschaftsseiten etc. vor. Der Masterabschluss eröffnet nicht zuletzt den Zugang zur Promotion und damit die Möglichkeit einer wissenschaftlichen Karriere.
Das Studium umfasst fünf Modulgruppen:
A: Grundlagenmodul
B: Kompetenzmodule
C: Modul „Theorie und Methodologie“
D: Erweiterungsmodule
E: Masterarbeit
A: Das Grundlagenmodul knüpft an die sprach-, literatur-, kunst- und medienwissenschaftliche Kompetenz auf dem Niveau einschlägiger Bachelor-Studiengänge an und gibt zugleich den Orientierungsrahmen für einen Einstieg in die vertiefte wissenschaftliche Beschäftigung mit den Gegenständen der Text- und Kultursemiotik.
B: Die Kompetenzmodule bieten die Möglichkeit, sich auf zwei frei gewählte Bereiche aus den Fächergruppen „Sprache und Zeichen“ (Sprachwissenschaften), „Text und Zeichen“ (Literaturwissenschaften) und „Bild und Zeichen“ (Kunstgeschichte und Medienphilologie) zu spezialisieren.
C: Das Modul Theorie und Methodologie vermittelt an einem exemplarisch gewählten Thema aus den Kompetenzmodulen die für das wissenschaftliche Arbeiten notwendigen Fähigkeiten, methodisch stringent und theoriebewusst vorzugehen.
D: Die Erweiterungsmodule bieten Studierenden Gelegenheit, sich im Hinblick auf die spätere Berufstätigkeit anwendungsorientierte Zusatzkompetenzen im Bereich der Kommunikationswissenschaft, der interkulturellen Kommunikation oder der Informatik zu erwerben.
E: Das Studium schließt mit einer Masterarbeit ab. Das Thema der Masterarbeit wird aus der Modulgruppe B gewählt.
Voraussetzung für die Bewerbung ist ein überdurchschnittlicher Abschluss (Note 2,0 oder besser) eines mindestens dreijährigen Hochschulstudiums in Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte oder Medienphilologie. Geeignete Bewerber werden zu einem schriftlichen Eignungstest eingeladen.
Das Studium kann zum Winter- oder Sommersemester aufgenommen werden. Der Bewerbungsschluss ist jeweils der 30. Juni zum Wintersemester bzw. der 15. Januar zum Sommersemester. Zur Einführung des Studiengangs im Wintersemester 2009/10 gilt einmalig eine verlängerte Bewerbungsfrist bis 31.08.2009.
Studienzeiten sowie Studien- und Prüfungsleistungen in verwandten Studiengängen werden auf Antrag in Höhe von maximal 60 ECTS-Credits angerechnet, soweit ein gleichwertiges Studium nachgewiesen wird. Anträge richten Sie bitte schriftlich unter Beifügung der entsprechenden Unterlagen an das Zentrale Prüfungssekretariat, Innstraße 41, 94032 Passau.
Die Studien- und Prüfungsordnung für den Masterstudiengang "Text- und Kultursemiotik" finden sie hier.
Zentrale Studienberatung
Innstr. 41
94032 Passau
Tel. +49 (851) 509-1150, 1151, 1152, 1153
E-Mail: studienberatung
uni-passau.de
Web: http://www.uni-passau.de/studienberatung.html
Download der Informationsschrift zum Studiengang: http://www.uni-passau.de/studienangebot.html