Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts
Religionsunterricht im Wandel der Zeiten

Religionsunterricht im Wandel der Zeiten

Religionspädagogisches Symposion zu Ehren des 75. Geburtstags des Päpstlichen Ehrenprälaten Prof. Dr. Karl Mühlek am 30.11.2005

Am vergangenen Mittwoch fand an der Katholisch-Theologischen Fakultät das religionspädagogische Symposium „Religionsunterricht im Wandel der Zeiten“ statt. Der 75. Geburtstag von Prof. Dr. Karl Mühlek stellte einen willkommenen Anlass dar, um über die Gestalt des Religionsunterrichts im Wandel der Zeiten nachzudenken: Wie wurde man früher, wie wird man heute Religionslehrerin und -lehrer? Welche Erwartungen stellten und stellen die Schülerinnen und Schüler an das Fach? Welche Ziele und Konzepte standen und stehen im Vordergrund? Wie erlebte man selber das Fach aus der Schüler- und schließlich aus der Lehrerperspektive?

Diese Fragen wurden aus verschiedenen Perspektiven angegangen. Im Zentrum stand dabei eine Podiumsdiskussion, bei der fünf Religionslehrerinnen und -lehrer zur Sprache kamen, die auf eine unterschiedlich lange Berufserfahrung zurückblicken konnten und aus unterschiedlichen Berufsgruppen stammen. Die Moderatoren Hans-Peter Eggerl und Rudolf Sitzberger befragten die PodiumsteilnehmerInnen Johanna Brosig (GS), Roland Kelbel (GS), Tonia Günther (Gemeindereferentin), Herbert Fehrer (HS) und Pfr. Alois Graf zu Themenkomplexen wie „Mein erster Schultag als Lehrer“, „Die Ausbildung zum Lehrer“, „Der Religionsunterricht im Kontext unserer Zeit“, „Das Ansehen des Lehrers“ und „Der Religionsunterricht im Wandel der Zeit“. In äußerst interessanten Statements gelang eine vielschichtige, biographisch geprägte Annäherung sowohl für diejenigen der Zuhörer, die bereits auf eine längere Berufskarriere zurückblicken, aber auch für diejenigen, die zu Beginn ihres Berufslebens stehen oder sich als Studierende noch auf einen solchen Beruf vorbereiten. Deutlich wurde bei allen, dass es für den Unterricht ganz wesentlich ist, dass jede einzelne Schülerin und jeder einzelne Schüler als Mensch in den Mittelpunkt gestellt wird.

Die Würdigung des Jubilars in der gelungenen Laudatio von Prof. Dr. Robert Ebner und der Impulsvortrag von Prof. Dr. Hans Mendl rundeten den Abend zusammen mit dem autobiografischen Rückblick von Prof. Dr. Karl Mühlek ab. Im Anschluss an den Festakt entwickelten sich noch interessante und intensive Gespräche, die zeigten, dass mit diesem Abend ein hochaktuelles Thema angegangen wurde.

Rudolf Sitzberger