| Gottfried stammte aus Westfalen, vermutlich aus Osnabrück. Er diente in der Kanzlei König Rudolfs I. von Habsburg als Protonotar und wurde auf dessen Empfehlung am | |
| 10.2.1283 | vom Passauer Domkapitel einstimmig zum Bischof gewählt und am |
| 7.3.1283 | in Salzburg zum Bischof geweiht. |
| Gemeinsam mit dem Regensburger Bischof Heinrich von Rotteneck vermittelte er den Frieden zwischen Herzog Albert von Österreich und seinem Verbündeten, dem Erzbischof von Salzburg, auf der einen und Herzog Heinrich XIII. von Baiern auf der anderen Seite wegen Streitigkeiten bezüglich mehrerer Besitzungen im Land oberhalb des Inns. | |
| März 1284 | veranstaltete Gottfried eine Synode in St. Pölten, die wichtige Beschlüsse zur Förderung des Klerus verabschiedete. Die Synodalakten eröffnen einen detaillierten Einblick in die Hauptgebrechen des damaligen kirchlichen Lebens. Zudem ordnete Gottfried die finanziellen Verhältnisse seines Bistums. |
| 16.4.1285 | Nach einer zweijährigen Amtszeit starb Bischof Gottfried am in Nürnberg. Gottfried war der erste unter den mittelalterlichen Bischöfen Passaus, deren sterbliche Überreste erhalten sind, weil sie in den neuen Dom überführt wurden. |
Bewertung: Über Gottfrieds kurze Amtszeit ins wenig bekannt. Wahrscheinlich versuchte Rudolf von Habsburg, sich mit ihm einen sicheren Verbündeten in dem politisch und strategisch wichtigen Bistum zu schaffen.
bearbeitet von:
Kristin Schiebler
(16.8.2004)