(Historiker und Arzt)
| 1801 | Geburt in Passau am 25. Januar, Sohn von Dr. Michael Erhard, Stadtphysikus |
| 1822 | Erlangt er nach Studium in Landshut und München den Doktorgrad der Medizin, anschließend führt er sein Studium in Wien, Berlin und Prag fort. |
| 1826 | lässt er sich als praktischer Arzt in Passau nieder; später wird er königlich-bayerischer Stadt- und Bezirksgerichtsarzt |
| 1842 | Gründungsvorstand des "Niederbayerischen Kunstvereins" |
| 1861/63 | veröffentlicht er sein Hauptwerk: "Geschichte der Stadt Passau" (2 Bände). |
| 1874 | Tod in Passau am 8. Dezember |
Bewertung: Dr. Alexander Erhard widmete sich in seiner Freizeit vor allem mit Hilfe umfassender Quellenarbeit der Erforschung der Heimatgeschichte Passaus. Seine wichtigsten Forschungsergebnisse fasste er in seinem 1861 bzw. 1863 erschienenen, 2 Bände umfassenden Werk "Geschichte der Stadt Passau" zusammen, das auch heute noch als Standardwerk zu Passaus Geschichte dient.
Nach seinem Tod führte sein Sohn, Dr. Alexander Erhard (jun.), 18301899, ebenfalls Arzt, seine Arbeiten zur Erforschung der Heimat fort. Seine Ergebnisse wurden von 1899 bis 1904 in Landshut unter dem Titel "Geschichte und Topographie der Umgebung von Passau" in den "Verhandlungen des Historischen Vereins für Niederbayern" veröffentlicht.
Die Bedeutung der Arbeiten von beiden zeigt sich auch heute noch in einer nach ihnen benannten Straße, die Erhardstraße (abzweigende Sackgasse von der Grünauerstraße).
Außerdem befindet sich am Wohnhaus von Dr. Alexander Erhard (sr.) eine Gedenktafel (Ecke Luragogasse / Domplatz)
bearbeitet von:
Marie-Theres Jenny Frühauf
(16.8.2004)