Bischof Egilbert (1045- 1065)

Wir wissenwenig Kenntnisse über die Familienverhältnisse Bischof Egilberts aus Passau. Es ist lediglich bekannt, dass er mit Bischof Gundakar II von Eichstätt (1057- 1075) und mit Erzbischof Siegfried von Mainz (1060- 1084) verwandt war. Beide kamen aus dem rheinfränkischen Raum.

Egilberts Pontifikat in Passau fiel in eine Zeit relativ stabiler Verhältnisse im Reich. Vor seinem Bischofsposten in Passau war Egilbert Hofkaplan der Kaiserin Agnes, der Mutter Heinrichs IV., was ihm auf Lebzeiten enge Beziehungen zum Herrscherhaus ermöglichte, die er auch zu nutzen wusste. Hervorzuheben sind Egilberts Bemühungen, die klösterlichen Disziplin in seinem Bistum zu heben. Weiterhin ist in seiner Zeit die frühste Passauer Münzprägung zu datieren (während der Nutzung der Münzstätte Passau durch Kaiser Heinrich III.). Egilbert wird auch der Aufbau einer Pfarreiorganisation auf dem platten Land entlang der Donau zugeschrieben. Diese wurde notwendig, weil sich zu der Zeit die Bevölkerung stark ausbreitete und sich vor den Stadtmauern an der Donau anzusiedeln begann.

1045 Erhebung zum 21. Bischof von Passau.
1045 bis 1065 Während seines Pontifikats ruft er Kanoniker in das wiederhergestellte Kloster St. Florian.
12 Nov. 1046 Erste bezeugte Siegelurkunde eines Passauer Bischofs (eine Verfügung über Zehnten zugunsten der Zelle Richmarch).
1049 Egilbert erhält den Wild- und Forstbann von Heinrich III. für die Besitzungen der Kirche zwischen den Flüssen Sarming und Tümlingen.
1050 Egilbert weiht die Kirche St. Paul. Während seines Pontifikats weiht er weiterhin folgende Kirchen: Agapituskapelle, die Kirche in Ernstbrunn, die Kirche in Korn und die Kirche zu Trainskirchen.
1052 und 1055 Auf Fürbitte der Kaiserin Agnes erhält Egilbert vom Kaiser Heinrich III. mehrere Besitzbestätigungen für Passauer Kirchen.
1055 Egilbert erhält von Heinrich III. ein Gut in Kettlasbrun.
17 Mai 1065 Bischof Egilbert stirbt.

bearbeitet von: Alexander Heimann
(16.8.2004)

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