Bischof Bernhard (Wernhard) von Prambach

     Ergänzung in der Biographie

Fürstbischof , 42. Bischof von Passau von 1285-1313

??? <Angaben zur Vorgeschichte>
1285 <Angabe zur Wahl>
1288 Hielt er einen Landtag in der Ilzstadt ab.
Im Kloster Osterhofen konsekrierte er den ersten Abt dieses Stiftes "Ulrich IV. von Holzheim"(1288-1324)
  In den folgenden Jahren wurden mehrere Bistumssynoden abgehalten; dies führte zur Verbesserung der kirchlichen Verhältnisse. Unter anderen:
1293 1. Synode (Klerus muss einfache Tracht tragen, und Hüte mit herabhängenden Quasten sind verboten)
1294 März Ort: St. Pölten, Thema: herumziehende Scholaren und Kleriker
1302 Ort: Passau, Fest des heiligen Gotthard für ganzes Bistum verpflichtend vorgeschrieben
1293 Des Bischofs besondere Zuneingung galt dem Zisterzienserorden; deshalb stiftete er in Engelhardtszell (Ö) auf dem Besitz seines elterlichen Erbes ein Kloster und übergab es den Zisterziensern aus Wilhering.
Mai 1298 Aufstand der Bürgerschaft der Stadt Passau, Errichtung eines Rathauses mit Ratsglocke, sowie selbständige Erneuerung eines Bürgermeisters und Rates.
Ziel: Erhebung Passaus zu einer Reichsstadt, d.h. zu einer genossenschaftlichen Ordnung ohne bischöflichen Stadtherrn.
30.11.1298 Schiedsspruch König Albert I. auf dem Reichstag zu Münster: der Aufstand scheitert; vorläufiges Ende des Selbständigkeitsstrebens der Passauer Bürger
Nach dem königlichen Schiedsspruch erhielt Bernhard wieder volle Souveränität über die Stadt. Die Bürger unterwarfen sich den Friedensbedingungen.
13.08.1299 Der Bischof erläßt als Landesherr mit dem "Bernhardinischen Stadtbrief" neues verbindliches Stadtrecht Die gegenüber dem früheren Stadtbrief in vielen Punkten fortgeschrittene und erweiterte Rechtsordnung gilt bis 1806.
27.07.1313 Bischof Bernhard stirbt mit fast 100 Jahren.

Bewertung: Bischof Bernhard galt als ein frommer und gerechter Landesfürst, und seine besondere Zuneigung galt dem Zisterzienserorden (z.B. Stiftung des Klosters Engelszell an der Donau.)
Bei der Bevölkerung des Hochstifts war er beliebt, wegen seiner Bemühungen das geistliche Fürstentum zu stärken.
Der Umbau des romanischen, schon 1181 durch Brand geschädigten Doms im Stil der Gotik ist überwiegend sein Verdienst.

bearbeitet von: Nina Susanne Schöpf
(3.8.2004)

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