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Diskussionsforen
umfassen sowohl Mailinglisten als auch Newsgroups
und Webforen. Diese basieren zwar auf unterschiedlichen Prinzipien und unterscheiden sich stark in der Handhabung, lassen sich aber konkret von allen anderen Hilfsmitteln abgrenzen. Einerseits stützen sie sich nur teilweise auf das WWW und greifen auch auf andere Internetdienste wie E-Mail zurück. Andererseits haben sie einen besonderen interaktiven Charakter, d.h. Informationen und Wissen werden zwischen realen Personen ausgetauscht und nicht durch einen automatisierten Dienst bereitgestellt. Die Kommunikation erfolgt, anders als beim Chat
, asynchron und nicht in Echtzeit.[64]
Mailinglisten und Newsgroups ähneln sich insofern, als dass sie einen schriftlichen Austausch zwischen allen bei der Liste bzw. der Newsgroup registrierten Teilnehmern ermöglichen. Beide erlauben das Verfassen von Beiträgen, ohne dass eine Verbindung zum Internet bestehen muss. Nur für die Übermittlung der Nachricht an den Server, der sie weiter verteilt, muss man „online“ sein. Sowohl Mailinglisten als auch Newsgroups existieren zu verschiedenen abgegrenzten Themen, die einzelnen Diskussionen sind wiederum in Diskussionsstränge, sogenannte Threads
, unterteilt. Das Versenden eines Beitrags wird auch als Posten
bezeichnet. Die Unterschiede zwischen beiden Diensten sind eher technischer Natur: Mailinglisten basieren auf E-Mails, die von einem zentralen Server an alle Mitglieder der Liste verteilt werden. Newsgroups sind hingegen dezentral und damit ausfallsicher im sogenannten Usenet
organisiert, zur Teilnahme sind spezielle Programme, Newsreader
genannt, notwendig.[65] Mit Mailinglisten verwandt sind Newsletter
, allerdings ist der Abonnent hier reiner Empfänger von Nachrichten. Da sie sich somit zur aktiven Recherche nicht eignen, sollen sie an dieser Stelle nicht weiter behandelt werden. Beispiel für Mailinglisten und Newsgroups für Historiker sind die Mailingliste „H-Soz-u-Kult“[66] (http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de
) und die Newsgroups „soc.history“ und „de.sci.geschichte“ (http://de.nntp2http.com/sci/geschichte/
).
Webforen hingegen sind als Websites Teil des WWW. Dadurch sind sie in der Regel grafisch ansprechender gestaltet und bieten eine Vielzahl an Funktionen, die mit Mailinglisten oder Newsgroups nicht möglich sind. Sie können eine eigene hierarchische Struktur aufweisen, d.h. in thematisch abgegrenzte Unterforen eingeteilt sein, welche wiederum Unterforen oder Threads enthalten können. Ein Beispiel für ein Webforum, das sich auf Geschichte spezialisiert hat, ist das Angebot von Geschichtsforum.de (http://www.historik.de
). Auch der Nachrichtendienst für Historiker besitzt ein Webforum (http://www.nfhdata.de/premium/newsboard2/dcboard.php
).
[64] Vgl. „forum“, Artikel in: Free On-line Dictionary of Computing, online unter: http://foldoc.org/?forum
, Stand: 18.01.1998, Abruf: 31.10.2006.
[65] Vgl. „Usenet“, Artikel in: Free On-line Dictionary of Computing, online unter: http://foldoc.org/?Usenet
, Stand: 17.12.1999, Abruf: 31.10.2006.
[66] „H-Soz-u-Kult“ steht für „Humanities. Sozial- und Kulturgeschichte“.