| Historische Hilfswissenschaften mittellateinische Philolologie |
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Die lateinische Sprache entwickelt sich in 5 Phasen:
Die bekanntesten Beispiele spätlateinischer Texte sind:
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Die gebräuchlichsten antiken, im Mittelalter weiterverwendeten Grammatiken sind:
Die mittellateinische Orthographie weist gegenüber der "klassischen" vor allem folgende Veränderungen auf, die bei der Benutzung eines Lexikons zu beachten sind:
Dazu kommen Änderungen, die aus der jeweiligen Volkssprache erklärbar sind.
Der Wortschatz wird durch griechische Ausdrücke, vornehmlich aus dem religiösen Bereich, erweitert, z.B.
ecclesia (Gemeinde, Kirche), episcopus (Bischof)
und durch einzelne Wörter aus den Volkssprachen, z.B.
clenodium (Kleinod), saisimentum (Besitzergreifung eines Lehens), murdagium (Mordgeld)
Antike Wörter ändern ihre Bedeutung (können aber auch in der alten Bedeutung weiterverwendet werden):
| antik | mittelalterlich | |
| imperator | Feldherr | Kaiser |
| dux | Führer | Herzog |
| comes | Begleiter | Graf |
| homo | Mensch, Mann | Lehnsmann |
| vero | wahrlich | aber |
| licet | es ist erlaubt | obwohl |
Es gibt kein umfassendes Lexikon des mittellateinischen Wortschatzes. Für die Suche nach einem Wort beginnt man daher mit den Standardlexika für das antike Latein (ggf. unter Beachtung der orthographischen Veränderungen), die manchmal auch nachantike Bedeutungen angeben, z.B.:
Weiterhin kann man verwenden:
Weitere, teilweise für bestimmte Länder bearbeitete Lexika findet man unter 63/A.... ![]()
Der Satzbau unterscheidet sich v.a. durch zwei Eigenheiten vom antiken Gebrauch:
Dagegen ist der Ablativus absolutus außerordentlich beliebt.