Kapitel II.8. Diskussionsforen

Inhaltsverzeichnis

II.8.1. Benutzung von Diskussionsforen
II.8.1.1. Mailinglisten
II.8.1.2. Newsgroups
II.8.1.3. Webforen
II.8.2. Beispiele zur Benutzung von Diskussionsforen
II.8.2.1. Google Groups
II.8.2.2. Geschichtsforum.de
II.8.3. Nutzen und Validierung von Diskussionsforen

Diskussionsforenschlage den Begriff Diskussionsforen im Glossar nach umfassen sowohl Mailinglisten als auch Newsgroupsschlage den Begriff Newsgroups im Glossar nach und Webforen. Diese basieren zwar auf unterschiedlichen Prinzipien und unterscheiden sich stark in der Handhabung, lassen sich aber konkret von allen anderen Hilfsmitteln abgrenzen. Einerseits stützen sie sich nur teilweise auf das WWW und greifen auch auf andere Internetdienste wie E-Mail zurück. Andererseits haben sie einen besonderen interaktiven Charakter, d.h. Informationen und Wissen werden zwischen realen Personen ausgetauscht und nicht durch einen automatisierten Dienst bereitgestellt. Die Kommunikation erfolgt, anders als beim Chatschlage den Begriff Chat im Glossar nach, asynchron und nicht in Echtzeit.[64]

Mailinglisten und Newsgroups ähneln sich insofern, als dass sie einen schriftlichen Austausch zwischen allen bei der Liste bzw. der Newsgroup registrierten Teilnehmern ermöglichen. Beide erlauben das Verfassen von Beiträgen, ohne dass eine Verbindung zum Internet bestehen muss. Nur für die Übermittlung der Nachricht an den Server, der sie weiter verteilt, muss man „online“ sein. Sowohl Mailinglisten als auch Newsgroups existieren zu verschiedenen abgegrenzten Themen, die einzelnen Diskussionen sind wiederum in Diskussionsstränge, sogenannte Threadsschlage den Begriff Threads im Glossar nach, unterteilt. Das Versenden eines Beitrags wird auch als Postenschlage den Begriff Posten im Glossar nach bezeichnet. Die Unterschiede zwischen beiden Diensten sind eher technischer Natur: Mailinglisten basieren auf E-Mails, die von einem zentralen Server an alle Mitglieder der Liste verteilt werden. Newsgroups sind hingegen dezentral und damit ausfallsicher im sogenannten Usenetschlage den Begriff Usenet im Glossar nach organisiert, zur Teilnahme sind spezielle Programme, Newsreaderschlage den Begriff Newsreader im Glossar nach genannt, notwendig.[65] Mit Mailinglisten verwandt sind Newsletterschlage den Begriff Newsletter im Glossar nach, allerdings ist der Abonnent hier reiner Empfänger von Nachrichten. Da sie sich somit zur aktiven Recherche nicht eignen, sollen sie an dieser Stelle nicht weiter behandelt werden. Beispiel für Mailinglisten und Newsgroups für Historiker sind die Mailingliste „H-Soz-u-Kult[66] (http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.dehttp://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de (in einem neuen Fenster)) und die Newsgroups „soc.history“ und „de.sci.geschichte“ (http://de.nntp2http.com/sci/geschichte/http://de.nntp2http.com/sci/geschichte/ (in einem neuen Fenster)).

Webforen hingegen sind als Websites Teil des WWW. Dadurch sind sie in der Regel grafisch ansprechender gestaltet und bieten eine Vielzahl an Funktionen, die mit Mailinglisten oder Newsgroups nicht möglich sind. Sie können eine eigene hierarchische Struktur aufweisen, d.h. in thematisch abgegrenzte Unterforen eingeteilt sein, welche wiederum Unterforen oder Threads enthalten können. Ein Beispiel für ein Webforum, das sich auf Geschichte spezialisiert hat, ist das Angebot von Geschichtsforum.de (http://www.historik.dehttp://www.historik.de (in einem neuen Fenster)). Auch der Nachrichtendienst für Historiker besitzt ein Webforum (http://www.nfhdata.de/premium/newsboard2/dcboard.phphttp://www.nfhdata.de/premium/newsboard2/dcboard.php (in einem neuen Fenster)).



[64] Vgl. „forum“, Artikel in: Free On-line Dictionary of Computing, online unter: http://foldoc.org/?forumhttp://foldoc.org/?forum (in einem neuen Fenster), Stand: 18.01.1998, Abruf: 31.10.2006.

[65] Vgl. „Usenet“, Artikel in: Free On-line Dictionary of Computing, online unter: http://foldoc.org/?Usenethttp://foldoc.org/?Usenet (in einem neuen Fenster), Stand: 17.12.1999, Abruf: 31.10.2006.

[66] H-Soz-u-Kult“ steht für „Humanities. Sozial- und Kulturgeschichte“.

„Wer sucht, der findet - oder auch nicht.“PDF-VersionCopyright © 2006 Christoph Bichlmeier