Kapitel II.4. Online-Bibliothekskataloge und Literaturdatenbanken

Inhaltsverzeichnis

II.4.1. Benutzung von Online-Bibliothekskatalogen und Literaturdatenbanken
II.4.2. Beispiele zur Benutzung von Online-Bibliothekskatalogen und Literaturdatenbanken
II.4.2.1. Dreiländerkatalog
II.4.2.2. Karlsruher Virtueller Katalog
II.4.3. Nutzen und Validierung von Online-Bibliothekskatalogen und Literaturdatenbanken

Wer bis vor wenigen Jahren nach Fachliteratur suchte, dem blieb nichts anderes übrig, als in eine Bibliothek zu gehen und vor Ort mit Hilfe von Zettelkatalogen oder Microfichen zu recherchieren. Heutzutage ist dank Online-Bibliothekskatalogen eine zeit- und ortsunabhängige Suche möglich. Allerdings ist die Recherche - im Gegensatz zu Online-Textsammlungen - nur auf Metainformationen wie Autor, Titel, Verlag oder Abstract begrenzt. Die Texte und Bücher selbst sind nicht online abrufbar, sondern können nur per Fernleihe bestellt werden.[38]

Neben Online-Bibliothekskatalogen, die meist als OPACsschlage den Begriff OPACs im Glossar nach bezeichnet werden und die Bestände einer Bibliothek verzeichnen, umfassen Literaturdatenbanken auch bibliografische Datenbanken, in denen Publikationen thematisch geordnet vorliegen. Daneben sind noch Aufsatzdatenbanken zu nennen, über die nach in Magazinen und Fachzeitschriften erschienenen Aufsätzen recherchiert werden kann.

Die Kataloge von Bibliotheksverbünden bieten Zugriff auf Informationen über die Bestände derjenigen Bibliotheken, die dem Verbund angehören. Die angeschlossenen Bibliotheken kooperieren unter anderem bei der Katalogisierung und der Fernleihe. Ein Beispiel ist das „Gateway Bayern“ genannte Portal des Bilbliotheksverbunds Bayern (http://gateway-bayern.bib-bvb.dehttp://gateway-bayern.bib-bvb.de (in einem neuen Fenster)), dem insgesamt 82 Bibliotheken angehören. Der „Karlsruher Virtuelle Katalog“ (KVK, http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/kvk.htmlhttp://www.ubka.uni-karlsruhe.de/kvk.html (in einem neuen Fenster)), der an der Universität Karlsruhe entwickelt wurde, ist hingegen ein echter Meta-Katalog, der parallel viele internationale OPACs und Verbundkataloge abfragen kann. Zudem ist eine Suche in Zeitschriftendatenbanken und in Buchhandelskatalogen möglich. Auch der „Dreiländerkatalog“ (http://suchen.hbz-nrw.de/dreilaender/http://suchen.hbz-nrw.de/dreilaender/ (in einem neuen Fenster)) integriert eine Suche in den Beständen mehrerer Verbundkataloge aus dem deutschspachigen Raum und ermöglicht eine Fernleihe.

Chronicon“ (http://www.chronicon.dehttp://www.chronicon.de (in einem neuen Fenster)) ist ebenfalls ein Meta-Datenbank der Bayerischen Staatsbibliothek, über den unter anderem in den digitalen Sammlungen und Katalogen der Bayerischen Staatsbibliothek und ihrer Partner recherchiert werden kann und nach einer Registrierung die gefundenen Dokumente gegen Entgelt bestellt werden können. Auch wenn Chronicon sich selbst als Portal bezeichnet, ist es dennoch eine Art Literaturdatenbank, weshalb es in diesem Kapitel erwähnt wird. Als Beispiele für Aufsatzdatenbanken seien hier die „Aufsatzdatenbank zur Geschichte der Frühen Neuzeit“ (http://mdz1.bib-bvb.de/~zs/aufsaetze/http://mdz1.bib-bvb.de/~zs/aufsaetze/ (in einem neuen Fenster)) und die „Aufsatzdatenbank Osteuropa“ (http://www.vifaost.dehttp://www.vifaost.de (in einem neuen Fenster)) genannt, die ebenfalls von der Bayerischen Staatsbibliothek betrieben werden.

Eine umfangreiche Übersicht über im Web zugängliche Literaturdatenbanken liefert das Datenbank-Infosystem (DBIS) der Universität Regensburg (http://www.bibliothek.uni-regensburg.de/dbinfo/http://www.bibliothek.uni-regensburg.de/dbinfo/ (in einem neuen Fenster)). Es enthält aber auch zahlreiche Links zu Fachportalen, Online-Archiven, Textsammlungen und Nachschlagewerken.



[38] Vgl. Thomas 2005, S. 315.

„Wer sucht, der findet - oder auch nicht.“PDF-VersionCopyright © 2006 Christoph Bichlmeier