Ehemalige Professur für Historische Hilfswissenschaften
Diplomatik

Diplomatik

Urkundenlehre oder Diplomatik

Dies ist der Name des Schreibers der Urkunde N(icolaus) Cuper, ein sog. Kanzleivermerk.

Über solche Kanzleivermerke, über die Tätigkeit und das Personal der Kanzleien überhaupt und über die äußeren und inneren Merkmale der Urkunden informiert die Urkundenlehre oder Diplomatik.

Die Diplomatik ist eines der beiden großen Teilgebiete der Historischen Hilfswissenschaften (neben der Paläographie); aus ihr hat sich vom 17. Jahrhundert an das gesamte Fach entwickelt. Ein Nebengebiet der Diplomatik ist die Aktenkunde.Mehr zur Diplomatik erfahren Sie im Tutorium "Historische Hilfswissenschaften".

Einführende und grundlegende Literatur

Artikel "Urkunde, -wesen". In: Lexikon des Mittelalters VIII 1298-1323

Thomas Frenz, "Urkundenlehre". In: Handwörterbuch der deutschen Rechtsgeschichte V 583-591

Harry Breßlau, Handbuch der Urkundenlehre für Deutschland und Italien, Berlin, Bd. 1: 2. Aufl. 1911 = 3. Aufl. 1958 = 4. Aufl. 1969; Bd. 2: 2. Aufl. 1915/31 = 3. Aufl. 1958 = 4. Aufl. 1968; Bd. 3 (Register): 3. Aufl. 1960

H. O. Meisner, Urkunden- und Aktenlehre der Neuzeit, Leipzig 2. Aufl. 1952

Mª Milagros Cárcel Ortí (Hg.), Vocabulaire internationale de la diplomatique, València 1994

Wilhelm Erben, Die Kaiser- und Königsurkunden des Mittelalters in Deutschland, Frankreich und Italien, München/Berlin 1907 (ND Darmstadt 1967) (Handbuch der mittleren und neueren Geschichte IV 1)

Lothar Groß, Die Geschichte der deutschen Reichshofkanzlei von 1559 bis 1806, Wien 1933 (Inventar des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs V 1)

Thomas Frenz, Papsturkunden des Mittelalters und der Neuzeit, Stuttgart 1986 (Historische Grundwissenschaften in Einzeldarstellungen 2) = I documenti pontifici nel medioevo e nell'età moderna, Città del Vaticano 1989 (Littera antiqua 6); 2. Auflage Stuttgart 2000

Oswald Redlich, Die Privaturkunden des Mittelalters, München/Berlin 1911 (ND Darmstadt 1967)

Alfred Gawlik, "Privaturkunden". In: Lexikon des Mittelalters VII 222-224