Lehrstuhl für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt empirische Lehr-/Lernforschung
Projektdetails

Projektdetails

ALGe: Adaptive Lernaufgaben in Geschichte

Welchen Einfluss hat die durch Schüler wahrgenommene Interessantheit und Bedeutsamkeit von Lernaufgaben auf deren Lernstrategienutzung und das anschließende Lernergebnis? Die ALGe-Studie untersucht den Zusammenhang von Aufgabenmerkmalen, Aufgabenwahrnehmungen durch Schüler, ihrem Lernverhalten und ihrer Fähigkeit zu historischen Urteilen.

Wie können Lernaufgaben gestaltet werden, damit Schülerinnen und Schüler tiefenorientierte Lernstrategien anwenden? Welche Typen von Lernaufgaben werden von den Jugendlichen als interessant und bedeutsam wahrgenommen? Das Projekt ALGe (Adaptive Lernaufgaben in Geschichte) untersucht solche und ähnliche Fragen rund um den Einsatz und die Wirkungen von adaptiven Lernaufgaben im Fach Geschichte.

Das ALGe-Projekt ist ein Kooperationsprojekt der Fachdidaktik Geschichte und der empirisch-pädagogischen Lehr-Lernforschung. Das Vorhaben soll klären, in welcher Weise sich im aufgabengesteuerten Geschichtsunterricht Prozesse historischen Lernens durch Lernaufgaben unterstützen lassen.

Aufgabeninteresse, subjektive Bedeutsamkeit von Geschichtsaufgaben und aufgabenbezogener Lernstrategieeinsatz

Die ALGe-Studie ist in einem in Deutschland bisher wenig untersuchten Bereich angesiedelt - der empirischen Forschung in den Geisteswissenschaften. Die Studie untersucht den Zusammenhang von Lernaufgaben, Aufgabenwahrnehmung und Lernermerkmalen zur Erklärung des von Schülern und Schülerinnen aufgabenbezogen berichteten Lernstrategieverhaltens und ihrem Lernerfolg.

Es wird davon ausgegangen, dass Aufgabenwahrnehmungsvariablen wie situationales Interesse und subjektive Bedeutsamkeit der Aufgabe den Einsatz von tiefenorientierten Lernstrategien erklären können. Setzen Schüler und Schülerinnen Tiefenstrategien ein, wird erwartet, dass sich auch bessere Lernleistungen erreichen. Lernleistung wird anhand von Schüleressays hinsichtlich ihrer Qualität beim schriftlichen Argumentieren und Urteilen in sogenannten "Schreibaufgaben" erhoben.

Ziel ist, Aufschluss über den Zusammenhang von Aufgabentyp, Merkmalen des Lernenden bzw. des Lernenden und seinem bzw. ihrem Lernerfolg zu bekommen, um Folgerungen für die didaktisch-methodische Gestaltung eines am individuellen Lernenden orientierten Geschichtsunterrichts zu bekommen.

In Pilotierungsstudien wurde ein neues Instrument zur aufgabenbezogenen Erfassung des Lernstrategieeinsatzes geprüft und anschließend in der Hauptuntersuchung eingesetzt. Die Hauptuntersuchung fand an 30 Realschulen Bayerns im Schuljahr 2013/14 mit insgesamt 801 Schülerinnen und Schülern statt. Derzeit erfolgen die Datenauswertungen.

Abgeschlossene Studie im Rahmen des ALGe-Projektes


Schulbuchaufgaben und Aufgabenkonstruktionen von Geschichtslehrkräften
  • Eine im Rahmen des Projektes durchgeführte Studie befasste sich mit der Sicht von Lehrkräften des Faches Geschichte auf Schulbuchaufgaben und mit didaktischen Intentionen bei der Eigenkonstruktion von Aufgaben durch die Lehrkräfte.




Projektleitung an der Universität Passau Prof. Dr. Jutta Mägdefrau (Lehrstuhl für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt empirische Lehr-/Lernforschung)

Prof. Dr. Andreas Michler (Professur für Didaktik der Geschichte)
Laufzeit 12.09.13
Website http://www.phil.uni-passau.de/erziehungswissenschaft/forschung/adaptive-lernaufgaben-in-geschichte-alge/


zurück