| |
|
|
|
|
|

Band 10
Frauen an der Macht: Dynastien und politische Führerinnen in Asien
Mark R. Thompson, Claudia Derichs (eds.)
2005
320 Seiten
ISBN: 3-933509-29-7
19,50 EUR
In den Regierungen Süd-, Südost- und Nordostasiens gelingt es Frauen vergleichsweise häufig, in politische Spitzenämter aufzusteigen. Dass Frauen Ämter wie Regierungschefin, Ministerin, Parteivorsitzende und auch Oppositionsführerin bekleiden, ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil der Anteil von Frauen in den Parlamenten oder Parteien dieser Länder eher gering ist. Zudem gelten diese Gesellschaften allgemein als patriachalisch und paternalistisch. Die Frauen, die Gegenstand der Untersuchung in diesem Band sind, sind Töchter oder Witwen früherer Regierungs- oder Oppositionsführer.
Diese Politikerinnen haben eine wichtige Gemeinsamkeit: Sie verdanken ihre Position in der Politik einer dynastischen Herkunft. Die bloße Existenz des Phänomens politischer Dynastien ist dabei allerdings nicht außergewöhnlich. Auffällig ist vielmehr die Tatsache, dass es weibliche Nachkommen sind, die das politische Erbe antreten. Oft entspringt ihre Popularität dem "Märtyrertum" ihrer Väter oder Ehemänner, die Attentaten zum Opfer fielen oder lange Zeit in Haft waren.