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Lehrstühle+Professuren Das Fach Geschichte Hausarbeiten

Nützliche Hinweise für die Gestaltung Ihrer schriftlichen Hausarbeiten

© Thomas Frenz, Passau 2001

Legen Sie auf keinen Fall zu wenig Blätter in die Mappe ein!
Das Entnehmen der Blätter zur Korrektur und vor allem das Wiedereinlegen macht nur Spaß, wenn die Mappe zu eng ist.

Alternativ können Sie die Blätter nur durch einen Heftstreifen oder eine Büroklammer verbinden.
Vergessen Sie in diesem Fall nicht, die erste Seite durch geschmackvoll gefaltete Eselsohren zu verschönern!

Bauen Sie in den Namen des Dozenten ein paar nette Druckfehler ein!
Besonders der Namenstausch mit Kollegen anderer Fächer ist gängige akademische Praxis.

Seien Sie diskret!
Auf dem Titelblatt den eigenen Namen, die Semesterzahl oder den Studiengang anzugeben, ist aufdringlich.

Dagegen ist die Nennung von Universität und Fakultät unabdingbar.
Die Verwechselungsgefahr ist hier einfach zu groß!

Lassen Sie bei der Angabe des Seminartitels Phantasie walten, und vermeiden Sie einen wörtlichen Abklatsch aus dem Vorlesungsverzeichnis!
Der Dozent wüßte immer gern, wie er seine Veranstaltung auch hätte nennen können.

Erschrecken Sie den Korrektor nicht durch zu schwarze oder zu kontrastreiche Schrift!
Nur eine Tintenpatrone, die schon mehrere hundert Seiten Druckerfahrung hat, bringt einen angenehmen Grauton hervor.

Falls Sie eine gebundene Arbeit abliefern, machen Sie den linken Rand möglichst schmal!
Dann ist zuverlässig gewährleistet, daß die Zeilenanfänge in der Bindung verschwinden.

Wählen Sie auch den rechten Rand nicht zu breit!
Raum für Vermerke des Korrektors zu lassen, deutet auf mangelndes Selbstvertrauen hin.

Eine Seitenzählung wirkt protzig.
Oder wollen Sie aufdringlich darauf hinweisen, wie fleißig Sie waren?

Keiner Ihrer Korrektoren ist älter als 20 Jahre.
Ein Textschrift größer als 10 Punkte und eine Anmerkungsschrift größer als 9 Punkte würde deshalb als ungehöriger Zweifel als der Sehfähigkeit empfunden.

Abbildungen und Karten, besonders wenn sie détailreich sind, müssen Sie unbedingt verkleinern.
Illustrationen, auf denen etwas zu erkennen ist, sind jedem Korrektor ein Greuel.

Vermeiden Sie bei Blocksatz die Worttrennung!
Sie unterbinden sonst die schönen Löcher innerhalb der Zeilen.

Falls Sie dennoch eine Worttrennung verwenden, vertrauen Sie auf die Leistungsfähigkeit Ihres Rechners und sparen Sie sich eine Kontrolle!
Sie enthalten sonst dem Korrektor Freuden wie "Ti-schweine", "Pap-sturkunden", "Grana-täpfel"; usw. vor.

Stellen Sie die Leistungsfähigkeit Ihres Schreibprogramms unter Beweis! Referate, die nicht wenigstens drei verschiedene Schriftarten aufweisen, sind graphisch eintönig.

Die Anmerkungen gehören auf keinen Fall unter die jeweilige Seite, sondern ans Ende der Arbeit vor die Anhänge.
Oder wollen Sie dem Korrektor das vergnügen vorenthalten, in Ihrem Text hin- und herzuschmökern?

Mischen Sie sich nicht in den Streit um die sog. Rechtsschreibreform ein!
Bedienen Sie sich lieber, am besten nach Zufallsprinzip, aus beiden Möglichkeiten, oder werden Sie selbst kreativ!

Vermeiden Sie eine pedantische Gliederung, und verschonen Sie den Leser mit Zwischenüberschriften und Absätzen!
Ein durchgehender Text wirkt wesentlich geschlossener und zeigt die Einheit Ihres Gedankenganges.

Wenn Sie unbedingt Absätze verwenden wollen, dann bitte nach jedem Einzelsatz!
Man könnte sonst auf die Idee kommen, bestimmte Teile Ihrer Arbeit gehörten enger zusammen als andere.

Literaturzitate sollten Sie abwechslungsreich gestalten und am besten auch die bibliographischen Angaben eines Werkes variieren.
Einheitlichkeit wirkt öder und legt den Schluß auf falsch verstandene Selbstdisziplin nahe.

Setzen Sie sich nicht unter Streß, und geben Sie die Arbeit getrost ein paar Monate zu spät ab!
Der Dozent freut sich, wenn er Ihren Text binnen weniger Tage korrigieren darf, weil Sie sich zur Prüfung anmelden wollen.

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 Zuletzt geändert: 27.01.11