Professur für Didaktik der Sozialkunde
Fachdidaktik Sozialkunde Grundschule

Fachdidaktik Sozialkunde Grundschule

Themen der Staatsprüfungen

Herbst 2017

Thema Nr. 1

Das Demokratie-Lernen wird insbesondere für die Grundschule als ein geeignetes Konzept angesehen, grundlegende Aspekte der politischen Bildung zu vermitteln.

1. Skizieren Sie einen Ansatz des Demokratie-Lernens, der sich sowohl auf soziale als auch auf politische Kontexte bezieht!

2. Zeigen Sie Möglichkeiten auf, wie im Rahmen einer partizipativen Lern- und Schulkultur ein grundlegendes Verständnis von Demokratie und ihren Prinzipien entwickelt werden kann!

3. Konkretisieren Sie Ihre Überlegung am Beispiel eines exemplarisch ausgewählten Schulprojekts!

Thema Nr. 2

Eine vorherrschende Meinung unter Lehrkräften ist oft, Planspiele seien zu komplex und thematisch zu anspruchsvoll für Grundschülerinnen und -schüler.

1. Gehen Sie unter Berücksichtigung einer Definition zum Begriff Planspiel auf diese These ein!

2. Erläutern Sie den Unterschied zum Rollenspiel!

3. Zeigen Sie an einem unterrichtlichen Beispiel im Heimat- und Sachunterricht, wie ein Planspiel lebensnah und kompetenzorientiert im Heimat- und Sachunterricht der Grundschule umgesetzt werden kann!

Thema Nr. 3

Bereits für Schülerinnen und Schüler der Grundschule ist es wichtig, andere Perspektiven einnehmen zu können.

1. Beschreiben Sie, wie im Unterricht der Grundschule Perspektivenwechsel ermöglicht wird!

2. Stellen Sie dar, inwiefern der Perspektivenwechsel eine wichtige Voraussetzung für politische Urteilsfähigkeit ist!

3. Skizzieren Sie eine Unterrichtsstunde des Heimat- und Sachunterrichts, in der Schülerinnen und Schüler der Grundschule ein gesellschaftliches Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten sollen!

Herbst 2015

(1) Im Heimat- und Sachunterricht der Grundschule befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit politischen Institutionen.

1. Mit welchen Zielsetzungen und in welchen Themenbereichen sollte dies in der Grundschule geschehen? Beschreiben Sie diese Ziele und Inhalte und begründen Sie Ihre Auswahl!

2. Entwerfen Sie eine Unterrichtseinheit zu einem Thema Ihrer Wahl, die einen Teil der von Ihnen beschriebenen Zielsetzungen abdeckt!

3. Auf welche Grenzen stößt die Analyse politischer Institutionen in der Grundschule?

(2) In der Jahrgangsstufe 3 der Grundschule soll laut Lehrplan eine Klassensprecherwahl nach demokratischen Prinzipien durchgeführt werden.

1. Welche Erkenntnisse und Einsivchten über wichtige demokratische Grundwerte und Prinzipien im Sinne einer "grundlegenden politischen Bildung" können die Lernenden gewinnen, wenn sie diese Thematik im Heimat- und Sachkundeunterricht behandeln?

2. Beschreiben Sie, wie Sie die Klassensprecherwahl vorbereiten, durchführen und auswerten, damit den Schülerinnen und Schülern diese Erkenntnisse und Einsichten ermöglicht werden!

3. Die Schülerinnen und Schüler erwerben politische Handlungskompetenzen, indem sie Demokratie in der Schule praktizieren. Wo sehen Sie die Grenzen dieses Ansatzes? Begründen Sie Ihre Position!

(3) Philosophieren mit Kindern

1. Erläutern Sie, inwiefern der Ansatz "Philosophieren mit Kindern" einen Beitrag zum mündigen Bürger leisten kann!

2. Entwerfen Sie eine Unterrichtsskizze, in der der Ansatz "Philosophieren mit Kindern" im Rahmen der politischen Bildung in der Grundschule zum Tragen kommt!

Frühjahr 2012

(1) Was können Grundschulkinder anhand der Klassensprecherwahl über die Demokratie lernen?
a) Führen Sie an, welche Elemente der Demokratie bei einer Klassensprecherwahl zum Tragen kommen!
b) Skizzieren Sie unterrichtliche Schritte im Zusammenhang einer Klassensprecherwahl, die geeignet sind, den Kindern Wissen über Demokratie zu vermitteln!

(2) Im Rahmen der Umwelterziehung als eine fächerübergreifende Bildungs- und Erziehungsaufgabe im Lehrplan für die bayerische Grundschule soll u.a. Verständnis für nachhaltiges umweltgerechtes Handeln angebahnt werden. Darüber hinaus könne die altersangemessene Teilnahme an örtlichen Vorhaben den Schülerinnen und Schülern die Augen für die gesellschaftliche und politische Dimension von Umweltfragen öffnen! Diskutieren Sie diese Zielsetzungen der Umwelterziehung und erläutern Sie Ihre Argumentation an ausgewählte Unterrichtsbeispielen!

(3) Der Sachunterricht der Gundschule integriert unterschiedliche fachliche Perspektiven.
1. Erstellen Sei einen Überblick über die sozialkundlichen Bausteine des Sachunterrichts!
2. Erläutern Sie die in diesem Zusammenhang ersichtliche Systematik des Lehrplans als ein Fortschreiten von der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler zur Systemwelt!
3. Zeigen Sie an einem Beispiel, wie der Weg von der Lebenswelt zur Systemwelt im Unterricht erfolgreich gegangen werden kann!

Frühjahr 2011

(1) Laut Grundschullehrplan, konkretisiert im Heimat- und Sachunterricht der Jahrgangsstufe 3, fungieren "Medien als Fenster zur Welt".
- Diskutieren Sie diese Auffassung unter Einbezug fachdidaktischer Zielsetzungen!
- Zeigen Sie unterrichtliche Umsetzungsmöglichkeiten und Grenzen dieser Thematik auf!

(2) Zeigen Sie an ausgewählten Beispielen des Grundschullehrplans, wie der sozialkundliche Sachunterricht eine Verknüpfung zwischen der Lebenswelt der Lernenden und der Politik herstellen kann!

(3) Demokratisches Verhalten erfordert sowohl Konfliktfähigkeit als auch Kompromissbereitschaft. Nehmen Sie Stellung zu dieser These! Zeigen Sie auf, wie der Heimat- und Sachunterricht der Grundschule zum Aufbau beider Kompetenzen beitragen kann!

Herbst 2010

(1) Bereits in der Grundschule sollen erste Erkundungen zu sozialkundlichen Schwerpunkten den Erfahrungsraum der Schülerinnen und Schüler erweitern.
1. Defninieren Sie den Begriff der Erkundung und stellen Sie mögliche sozialkundlich relevante Erkundungsorte für die Grundschule dar!
2. Welche Schwierigkeiten und Grenzen ergeben sich bei der Erkundung? Beziehen Se sich insbesondere auf politisches Lernen!
3. Skizzieren Sie, welche sozialkundlich relevanten Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler mit Hilfe der Erkundung aufgebaut und eingeübt werden können!

(2) Mit dem Vertrag von Lissabon und der Hoffnung auf weitere Integration gewinnt die europäische Demension der politischen Bildung zunehmend an Bedeutung.
1. Erörtern Sie vor dem Hintergrund, inwiefern die europäische Dimension im Unterricht der Grundschule berücksichtigt werden kann!
2. Stellen Sie anhand ausgewählter Themen dar, wie die europäische Dimension im Rahmen eines fächerübergreifend angelegten Sozialkundeunterrichts sowohl sach- als auch schülerorientiert in der Grundschule unterrichtlich vewirklicht werden kann!

(3) Das Thema Familie besitzt eine hohe Relevanz im Heimat- und Sachunterricht der Grundschule insbesondere aufgrund des Wandels der Familie in der Gesellschaft. Erläutern Sie Zielsetzungen und die unterrichtliche Umsetzung dieser Thematik anhand eines selbst gewählten Beispiels!

Frühjahr 2010

(1) Grundschüler sollen lernen, ihren eigenen Standpunkt und ihre Interessen sprachlich angemessen zu vertreten.
a) Nennen Sie unterrichtliche, schulische und außerschulische Situationen, in denen Grundschüler sich vor die Notwendigkeit gestellt sehen, ihren eigenen Standpunkt und ihre Interessen zu vertreten!
b) Welche Fähigkeiten müssen Grundschüler erwerben, um ihren Standpunkt und ihre Interessen vertreten zu können?
c) Was kann die Grundschule tun, um eine von Ihnen ausgesuchte Fähigkeit gezielt zu fördern?

(2) Interkulturelle Erziehung wird als wichtige Aufgabe der Grundschule angesehen.
a) Diskutieren Sie die Bedeutung interkulturellen Lernens!
b) Thematisieren Sie grundschulrelevante Schwerpunkte!
c) Konkretisieren sie einen problemorientierten Zugang, indem Sie eine Unterrichtsstunde entwerfen!

(3) Der Lehrplan für die Grundschule in Bayern thematisiert in der vierten Jahrgangsstufe das Zusammenleben in der Gemeinde. Erörtern Sie das kommunalpolitische Gegenstandsfeld und skizzieren Sie didaktisch-methodische Möglichkeiten einer kindgemäßen Vermittlung!

Herbst 2009

(1) Kommunikative Kompetenz ist ein Ziel politischer Bildung. Diskutieren Sie diese These und zeigen Sie Möglichkeiten auf, wie in der Grundschule im sozialkundlichen Teil des Heimat- und Sachunterrichts kommunikative Kompetenz gefördert werden kann!

(2) Rollenspiele und Planspiele ahmen die Wirklichkeit nach.1. Charakterisieren Sie die beiden Simulationsspiele! 2. Erörtern Sie, inwieweit und mit welcher Zielsetzung beide Simulationsspiele in der Grundschule einsetzbar sind!

3. Skizzieren Sie ein Thema, das Sie mit einem Simulationsbeispiel erschließen wollen! Gehen Sie dabei darauf ein, was Kinder mithilfe des von Ihnen ausgewählten Spiels lernen!

(3) Der demografische Wandel der Bundesrepublik, besonders die zunehmende Alterung der Bevölkerung, stellt eine erhebliche Herausforderung für Politik und Gesellschaft dar.
1. Diskutieren Sie diesen Sachverhalt mit Blick auf die sozialkundliche Perspektive des Heimat- und Sachunterrichts!
2. Wie kann der Heimat- und Sachunterricht dazu beitragen, Sensibilität für die Situation von Senioren anzubahnen und ein rücksichtsvolles Miteinander von Jung und Alt zu fördern?

Frühling 2009

(1) Politische Urteils- und Handlungsfähigkeit setzt voraus, dass sich die Schülerinnen und Schüler in der Grundschule zu moralischen Persönlichkeiten entwickeln.
Skizzieren Sie aus politikdidaktischer Perspektive theoretische Aspekte zur Entwicklung der moralischen Urteilsfähigkeit und zeigen Sie anhand praktikabler Methoden auf, wie die moralische Entwicklung von Grundschulkindern gefördert werden kann!

(2) Politisches lernen soll im Heimat- und Sachunterricht möglichst früh angebahnt werden.
Begründen Sie diese Forderung unter Einbezug neuerer Forschungsergebnisse und erörtern Sie Möglichkeiten und Grenzen politischen Lernens in der Grundschule!

(3) Der mündige Bürger als Ziel der politischen Bildung.
1. Erläutern Sie die Bedeutung dieser Zielvorgabe in Hinblick auf die freiheitlich demokratische Grundordnung in der Bundesrepublik Deutschland!
2. Begründen Sie, warum Kopf, Herz und Hand bei der Entwicklung von Mündigkeit zusammenwirken sollten!
3. Legen Sie anhand eines sozialkundlichen Themas aus dem Lehrplan der Grundschule dar, wie in der Grundschule Grundlagen zur Entwicklung von Mündigkeit gelegt werden können!

Herbst 2008

(1) Der bayerische Lehrplan fordert für die 4. Jahrgangsstufe des Heimat- und Sachunterrichts unter anderem "geschlechtsspezifische Rollenerwartungen" zu hinterfragen.
1. Begründen Sie die Bedeutung dieses Themas für die Grundschule!
2. Welche Lernziele würden Sie dabei besonders verfolgen? Begründen Sie Ihre Auswahl!
3. Entwickeln Sie eine Unterrichtseinheit für eine 4. Jahrgangsstufe!

(2) Erörtern Sie an einem geeigneten Beispiel die didaktische Bedeutung der Projektmethode für das soziale und politische lernen in der Grundschule!
Zeigen Sie Möglichkeiten und Grenzen der Anwendung dieser Methode im schulischen Alltag auf!

(3) Gemäß Artikel 131 der Bayerischen Verfassung sind die Schülerinnen und Schüler "im Geiste der Demokratie" zu erziehen.
1. Legen Sie dar, was diese Aufgabe von der Grundschule verlangt! Beziehen Sie sich dabei auf Unterrichtsinhalte und die Schul- und Unterrichtsorganisation!
2. Stellen Sie einige Möglichkeiten der unterrichtlichen Umsetzung vor!

Frühjahr 2008

(1) Das friedliche Zusammenleben von Menschen wird häufig durch Vorurteile negativ beeinträchtigt.
1. Zeigen Sie die entwicklungspsychologischen und sozialisationsbedingten Ursachen von Vorurteilen bei Grundschulkindern auf!
2. Mit welchen pädagogischen und didaktischen Maßnahmen sind derartige Vorurteile abzubauen?
3. Veranschaulichen Sie diese pädagogischen und didaktischen Maßnahmen an einem exemplarisch ausgewählten Unterrichtsbeispiel!

(2) Mit Hilfe der Unterrichtsmethode "Erkundung" lernen Grundschulkinder politische und gesellschaftliche Institutionen kennen.
1. Beschreiben Sie die Methode der Erkundung!
2. Nenen Sie politische und gesellschaftspolitische Institutionen, die Grundschulkinder erkunden sollen! Begründen Sie Ihre Auswahl!
3. Entwerfen Sie einen Unterrichtsplan für eine Erkundung einer ausgewählten Institution!

(3) Die bayerische Verfassung listet in Artikel 131 Abs. 2 oberste Bildungsziele der Schulen auf, darunter auch "Verantwortungsgefühl und Verantwortungsfreudigkeit".
1. Klären Sie diese Begriffe!
2. Erörtern Sie die Bedeutung und Verantwortung in einer demokratischen Gesellschaft!
3. Wie kann bereits in der Grundschule eine Erziehung zur Verantwortung erfolgen?

Herbst 2007

(1) In der vierten Jahrgangsstufe soll im Heimat- und Sachunterricht ein Politikverständnis angebahnt werden: Kontrolle durch Wahlen, Wiederwahl, Umgang mit Einttäuschungen und Niederlagen.
1. Erläutern und begründen Sie die Ziele aus Sicht der Didaktik der Sozialkunde!
2. Wie lässt sich diese Aufgabe methodisch umsetzen?

(2) Gewaltprävention spielt bereits in der Grundschule eine wichtige Rolle!
1. Nehmen Sie Stellung zu dieser These!
2. Untersuchen Sie Formen und Ursachen kindlicher Aggression!
3. Skizzieren Sie mögliche Maßnahmen zur Gewaltprävention in der Grundschule!

(3) Der Lehrplan für das Fach Heimat- und Sachunterricht schlägt vor, in der 4. Jahrgangsstufe das Thema "Menschen- und Kinderrechte" zu behandeln.
1. Skizzieren Sie kurz die wesentlichen Ziele und Inhalte der Kinderrechtskonventionen der Vereinten Nationen.
2. Warum sollte das Thema mit GS-Kindern behandelt werden? Entwickeln Sie sinnvolle Zielsetzungen, die Sie eingehend begründen!
3. Skizzieren Sie den Ablauf einer Unterrichtseinheit, mit der Sie diese Zielsetzungen oder einen Teil von ihnen erreichen wollen.

Frühling 2007

(1) "Interkulturelle Erziehung" ist ein wichtiges Anliegen des sozialkundlichen Lernens in der Grundschule.
1. Definieren Sie den Begriff "interkulturelle Erziehung"
2. Welche Lernziele aus diesem Bereich sind heute besonders wichtig? Beschreiben Sie diese Lernziele und begründen Sie Ihre Auswahl!
3. Skizzieren Sie, wie der Heimat- und Sachkundeunterricht dazu beitragen kann, dass einige der von Ihnen beschriebenen Lernziele erreicht werden!

(2) Handlungsorientierung stellt ein zentrales fachdidaktisches Prinzip in der politischen Bildung dar.
a) Erläutern Sie den Begriff "Handlungsorientierung"!
b) Zeigen Sie Chancen und Grenzen von Handlungsorientierung im Hinblick auf den sozialkundlichen Unterricht in der Grundschule auf!
c) Skizzieren Sie Möglichkeiten der praktischen Umsetzung dieses Prinzips anhand eines selbst gewählten Beispiels aus dem Lehrplan!

(3) Unterricht und Schulleben sollen dem Schüler ermöglichen, in die Rolle des verantwortungsbewussten, autonomen Staatsbürgers hineinzuwachsen. Erläutern Sie diese Aufgabe und zeigen Sie Wege der Verwirklichung in der Grundschule auf!

Herbst 2006

(1) Soziales Lernen in der Grundschule ist unter anderem an der Institution Schule zu thematisieren. Im Mittelpunkt steht dabei das Leben in der Gemeinschaft. Setzten Sie sich mit dieser Behauptung auseinander und zeigen Sie Möglichkeiten unterrichtspraktischer Gestaltung auf!

(2) Das politische Lernen vor Ort bietet didaktische Chancen zur Erkundung des Gemeindelebens sowie zur Annäherung an die Aufgabenfelder einer Kommune.
1. Welche Zielsetzung verbinden Sie mit dieser Aufgabe im Rahmen des Heimat- und Sachunterrichts?
2. Entwerfen Sie anhand eines Beispiels aus dem Inhaltsbereich eine Unterrichtsskizze zu einer Erkundung!
3. An welche Grenzen stößt das Lernen vor Ort?

(3) Erörtern Sie das erweiterte Verständnis der politischen Bildung in der Grundschule und die besondere Bedeutung des integrierten Sachunterrichts! Zeigen Sie dies an exemplarisch ausgewählten Unterrichtsbeispielen auf!

Frühling 2006

(1) Sie planen einen Unterrichtsgang in das Rathaus der Gemeinde. Welche politischen Fragen wollen Sie dort erkunden? Begründen Sie Ihre Auswahl mit psychologischen und fachdidaktischen Argumenten! Wie sehen die Vorbereitungen und die nachträgliche Aufarbeitung des Unterrichtsgangs aus?

(2) Das Thema "Wir in der Welt – die Welt bei uns" (Lehrplan für die Grundschulen in Bayern, Jgst. 4) gibt Gelegenheit zu grundlegender politischer Bildung, zu sozialem Lernen und zu interkultureller Erziehung.
1. Skizzieren Sie mögliche Inhalte und Lernziele dieses Themenfelds!
2. Entwerfen Sie eine Unterrichtssequenz, in der Sie die eingangs genannten Zielsetzungen verfolgen!
3. Im Abschnitt "Grundlagen und Leitlinien" des Lehrplans für die bayerische Grundschule heißt es unter der Ziffer 1.3 (Wertorientierung): "Die Grundschule bahnt freiheitlich-demokratische... und soziale Werthaltungen an."

(3) Anhand welcher Inhalte und mit Hilfe welcher Methoden kann dies geschehen?

Herbst 2005

(1) Wertorientierung gilt als wichtige Aufgabe der Grundschule, die auch im Heimat- und Sachunterricht zu thematisieren ist. Begründen Sie diese These an politikrelevanten Werten! Mit welchen Methoden ließen sich diese verwirklichen?

(2) Erfahrungsorientierter Unterricht im sozialkundlichen Bereich des Sachunterrichts.
1. Was versteht man unter Erfahrung?
2. Wie hat sich die Erfahrungswelt von Kindern gegenüber früher verändert?
3. Welche konkreten Bereiche eignen sich für einen derartigen Unterricht?
4. Wie organisiert der Lehrer erfahrungsorientierten Unterricht? Führen Sie das allgemein aus und konkretisieren Sie es an einem Beispiel!

(3) Untersuchen Sie den Stellenwert von Verantwortung und Empathie für eine demokratische Gesellschaft! Skizzieren Sie an Hand konkreter Beispiele, wie im soziokulturellen Teilbereich des Heimat- und Sachunterrichts und im Schulleben diese Tugenden gefördert werden können!

Frühling 2005

(1) Das politische Leben in der Gemeinde ist ein wichtiges Thema des Lehrplans im Heimat- und Sachunterricht der Grundschule.
1. Warum sollten sich Grundschüler mit diesem Thema beschäftigen? Formulieren und begründen Sie Zielsetzungen, die Sie bei diesem Thema für wichtig halten!
2. Beschreiben Sie Unterrichtsaktivitäten im Zusammenhang mit dem Thema "Gemeinde", mit deren Hilfe das politische Verständnis und die politische Handlungskompetenz der Schülerinnen und Schüler bereits in der Grundschule angeregt und gefördert werden können!

(2) "Entdeckendes Lernen" zählt zu den zentralen didaktischen Prinzipien. Diskutieren Sie, wie dieses Prinzip auf den sozialkundlichen Unterrichtsbereich in der Grundschule übertragen werden kann und veranschaulichen Sie es anschließend an einem schulpraktischen Beispiel!

(3) Wertorientierung ist eine wesentliche Forderung an die politische Bildung an die Grundschule.
1. Begründen Sie, welche politikrelevanten Werte im Heimat- und Sachunterricht sowie im Schulleben verfolgt werden sollten!
2. Zeigen Sie anhand praktischer Beispiele auf, mit welchen Methoden Sie diese Anliegen umsetzen!
3. Skizzieren Sie mögliche Grenzen!

Herbst 2003

(1) Bei manchen Themen des Sachunterrichts ist es möglich, die Vermittlung von neuem Wissen mit der Nutzung schon vorhandener Erfahrungen der Schüler zu verbinden. Warum ist die Aussicht auf einen Lernerfolg in diesen Fällen groß? Was ist didaktisch und methodisch zu beachten? Nennen Sie sozialkundliche Themenbereiche, die für ein derartiges Vorgehen in Frage kommen! Konkretisieren Sie ihre Überlegungen an einem Beispiel!

(2) Der Lehrplan für die Grundschule schreibt im Heimat- und Sachunterricht der 4. Jahrgangsstufe den Inhaltsbereich "Zusammenleben in der Gemeinde" vor.
a) Zeigen Sie auf, wie mit diesem Inhaltsbereich ein Politikverständnis angebahnt werden kann!
b) Entwerfen Sie zu einem Einzelinhalt dieses Inhaltsbereiches eine Untrrichtsskizze! 

(3) Diskutieren Sie die zentralen Ziele und Inhalte politischer Bildung in der Grundschule und zeigen Sie an einem ausgewählten Beispiel Möglichkeiten der didaktisch-methodischen Umsetzung im Unterricht auf!

Frühling 2003

(1) Der Unterrichtsgang
a) Begründen Sie die didaktische Notwendigkeit von Unterrichtsgängen im sozialkundlichen Teilbereich Heimat- und Sachunterricht. Beachten Sie dabei auch die besondere Bedeutung für die politische Grundbildung.
b) Stellen Sie an einem konkreten sozialkundlichen Unterrichtsbeispiel die Phasen der Planung und Durchführung eines Unterrichtsgangs dar! 

(2) Die Werbung im Fernsehen übt einen großen Einfluss auf die Kinder aus. Beschreiben und analysieren Sie diesen Sachverhalt. Wie muss der Lehrer vorgehen, damit die Schüler einerseits Einblick in die Aufgaben und das Funktionieren von Werbung gewinnen, andererseits in ihrem Konsumverhalten nicht ausschließlich davon bestimmt werden. Die Skizze zu einer Unterrichtseinheit soll die Darstellung ergänzen!

(3) Eine Voraussetzung späterer politischer Beteiligung ist, dass Schüler lernen, Partizipation als wünschenswert anzusehen. Wie kann der Heimat- und Sachunterricht in der Grundschule dazu beitragen, Bereitschaft und Fähigkeit zur Mitwirkung und Mitverantwortung bei den Schülern zu fördern?