Lehrstuhl für Digital Humanities
Labor für Kulturgutdigitalisierung

Labor für Kulturgutdigitalisierung

Studierende im Digital Cultures Lab

Das Labor für Kulturgutdigitalisierung des Lehrstuhls für Digital Humanities unterstützt eHumanities-Aktivitäten in Forschung und Lehre und dient als Plattform des wissenschaftlichen Austauschs.

Das Labor bietet Möglichkeiten zum Digitalisieren von Texten und kulturellen Artefakten (2D und 3D), zur Texterkennung, Textkodierung, zur Analyse und Visualisierung semistrukturierter und strukturierter Daten sowie für Web-Publishing.

Nutzung

Das Labor für Kulturgutdigitalisierung kann im Rahmen von Forschungsarbeiten und Lehre nach Absprache unterstützend eingesetzt werden, was sowohl an den Rechnerarbeitsplätzen vor Ort als auch nach Anmeldung per Netzwerkzugriff möglich ist.

Zur Nutzung der Ausstattung des Labors ist eine Voranmeldung über den Verleihservice für Medientechnik des ZIM erforderlich. Reservierungen über das Verleihsystem sind nur möglich, wenn Sie im Uni-Netz angemeldet sind. Wenn Sie von unterwegs oder von zu Hause aus auf das Verleihsystem zugreifen möchten, müssen Sie sich vorab über den VPN-Zugang im Uni-Netz anmelden.

Nach Buchung einer Station (siehe Nutzungshinweise) kann das Digital Cultures Lab zu folgenden Öffnungszeiten genutzt werden:

Mo, Di, Mi, Do: 10:00 Uhr - 17:00 Uhr

Fr: Geschlossen

Lesen Sie bitte die Nutzungsbedingungen, deren Anerkennung zur Buchung einer Station im Labor für Kulturgutdigitalisierung obligatorisch ist.

Nutzungsbedingungen als pdf

Buchungsanleitung als pdf

Buchung: Vorgehen und Hinweise

1.  Login
Gehen Sie auf die Seite des Verleihsystems des ZMK.
Unter https://verleih.zmk.uni-passau.de/Cire/Login.aspx
loggen Sie sich bitte mit Ihrer Novell-Kennung ein.

 2.  Wahl
Wählen Sie als "Ressourcentyp" den "Sonderstandort DIGITAL HUMANITIES".
Alle Stationen des Labors für Kulturgutdigitalisierung sind unter dieser Rubrik einzeln aufgeführt und können "entliehen", sprich gebucht werden (3D-Scanner, Automatische Texterkennung, Buchscanner, Multispektral-Kamera, Reprostation).

 3.  Zeit
Die Buchungsdauer beträgt Minimum eine Stunde, maximal sechs Stunden.
Innerhalb dieser Vorgabe kann die Zeitspanne frei gewählt werden.

 4.  Datum
Beim obigen Vorgang der Zeitangabe setzen Sie gleichzeitig auch das Datum der Buchung. Als potentiell buchbare Tage sind im System derzeit Mo bis Do, 10.00-17.00 Uhr, hinterlegt.

 5.  Bestätigung
Die/Der Systemzuständige am Lehrstuhl wird Ihre Buchung bestätigen oder ablehnen. Die/Der Buchende erhält eine Bestätigungs-Email mit den entsprechenden Buchungsdaten oder gegebenenfalls der Ablehnung.

 6.  Anerkennen der Nutzungsbedingungen
Im Buchungssystem muss bei jeder Buchung bestätigt werden, dass die auf der Homepage des Lehrstuhls für Digital Humanities hinterlegten Nutzungsbedingungen gelesen wurden und anerkannt werden.
Andernfalls ist keine Buchung möglich.

 7.  Haftung
Beachten Sie bitte, dass Sie für etwaige durch Sie verursachte Schäden haftbar gemacht werden können – ohne Versicherungsschutz mit Ihrem Privatvermögen. Prüfen Sie unbedingt vor dem Anerkennen der Nutzungsbedingungen, ob Sie eine entsprechende Haftungsdeckung besitzen und ergänzen Sie gegebenenfalls Ihre Privathaftpflichtversicherung entsprechend.

 8.  Rücktritt
Sollten Sie Ihre Buchung nicht wahrnehmen können, ist diese unverzüglich zu stornieren, damit die entsprechende Station wieder freigegeben und zur Verfügung gestellt werden kann.

Entleihe außer Haus

Wenn Sie im Rahmen eines Kurses Ausrüstung zum Einsatz außerhalb des Labs benötigen, können Sie diese gegebenenfalls nach Absprache entleihen. Füllen Sie dazu einen Leihschein im Beisein eines Mitarbeiters des Lehrstuhls für DH aus. Achten Sie bitte darauf, JEDEN entliehenen Posten zu verzeichnen (z. B. auch Akkus, Kabel, Adapter, Taschen, etc.).

Ausstattung

Die Stationen des Labors können an den Windows- und Linux-Rechnerarbeitsplätzen vor Ort genutzt werden. Bereit stehen zwei Buchscanner, ein 3D-Laserscanner, Möglichkeiten zur Objektdigitalisierung, Ausstattungen für mobile Digitalisierungsvorhaben, ein A3-Flachbettscanner, ein Speichersystem, temporäre Datenspeicher, Software zur Texterkennung und Bildbearbeitung, Werkzeuge zur Softwareentwicklung sowie für Web-Publishing. Außerdem verfügt das Digital Cultures Lab über ein System zum Multispectral Imaging.

Die Hardware- und Softwareangebote werden fortlaufend, abhängig vom Bedarf aktueller Projekte, erweitert. Erweiterungen und Neuanschaffungen sind auf Anfrage möglich.

Anfragen zur Nutzung von Geräten kooperierender Institutionen, beispielsweise des Scanners der Staatlichen Bibliothek Passau, können vermittelt werden. Zudem ist das Digital Cultures Lab der Passauer Teil des "Digital Humanities Labors zur grenzüberschreitenden historischen Forschung", welches gemeinsam mit der Südböhmischen Universität Budweis aufgebaut wird.

Stationen

Do-it-yourself Buchscanner

Das Gerät  wurde am Lehrstuhl selbst gebaut – es handelt sich um Open Source Hardware  (http://www.diybookscanner.org/archivist/ ; http://diybookscanner.eu/home.html).

Aufbau und Funktionalität folgen den Konstruktionen im Archivbereich eingesetzter Geräte (Buchwiege, optimierter Abstand zu den Fotolinsen, indirekte LED-Beleuchtung) für eine fotografische Erfassung in OCR-lesbarer Qualität. Ein über Terminalbefehle bedienbares Skript übernimmt die Fernauslösung (Tethering) der zwei DSLR (Canon EOS 100) sowie das systematische Abspeichern der Fotos in Ordnern.

Bookeye 4 Buchscanner

Mit dem Buchscanner Bookeye 4 lassen sich Dokumente und Bücher qualitativ hochwertig und effizient digitalisieren. Die Wahlmöglichkeit zwischen Automatikmodus und individuellen Feineinstellungen deckt ein breites Spektrum an Anwendungen ab.

Multispektral-Kamera

Durch das MSI-Verfahren können unter der Trägeroberfläche eines Text- oder Bildmediums verborgene Artefakte sichtbar gemacht werden: Palimpzestische Texte, Untermalungen u. ä.. Das Gerät steht ausschließlich einem definierten Nutzerkreis nach spezieller Schulung zur Verfügung.

3D-Scanner

Mit dem NextEngine 3D Laser Scanner werden mittels Objektabtastung durch vier Laserstrahlen Daten für dreidimensionale Modelle erzeugt. Die proprietäre Software ScanStudio rechnet die generierten Punktwolken zu Netzen um und kann dann z. B. CAD-Format ausgeben.

Reprostation

Die Digitalisierung von Objekten mittels Digitalfotografie ist ein häufig eingesetztes Verfahren insbesondere im Archiv- und Museumsbereich. Im Lab ist eine hochauflösende digitale Spiegelreflexkamera (Canon EOS 6D, < 20 MP) montiert sowie LED-Leuchten aus dem Bereich der Studiofotografie; weiteres Equipment (z. B. Grau- und Farbkarten) steht zur Verfügung.

OCR

Als Programm für die automatische Texterkennung (Optical Character Recognition) wird ABBYY eingesetzt. Zur Verfügung steht der ABBYY FineReader (für Antiqua-Typen) und, mit beschränktem Zugang, der ABBYY Recognition-Server (für Frakturschriften).

Fotografie

Für fotografische Arbeiten steht umfangreich Ausrüstung zur Verfügung, die das Umsetzen anspruchsvoller Projekte sowohl im stationären als auch im mobilen Rahmen ermöglicht.

Photogrammetrie

Die Methode der Photogrammetrie ermöglicht das Erstellen dreidimensionaler Objekt-Digitalisate über das Medium der Fotografie. Serielle Aufnahmen werden mittels der Software Agisoft zu Punktwolken bzw. Dreiecks-Netzen verrechnet, die mit der fotografisch erfassten Oberflächentextur kombiniert werden. Ergebnis ist eine digitale Repräsentation des Objekts als 3D-Modell.

RTI

Reflectance Transforming Imaging eignet sich für flache Objekte mit Reliefstruktur – Münzen etwa. Die RTI-Methode ermöglicht eine optisch überhöhte Wiedergabe der Oberflächenbeschaffenheit, wodurch Objekt-Details plastisch hervortreten und so besser ablesbar werden. Gearbeitet wird mit fixer Kameraposition, aber mit variablem Lichteinfall. Die Oberfläche wird anhand der Reflexionen und der fotografisch erfassten Textur mittels einer Software rekonstruiert (Foto: RTI-Viewer).

Software

Eine Software, die zur fachgerechten Publikation von Ergebnissen aus Digitalisierungsprozessen dient, ist das Content Management System Omeka, das auf die schnelle und einfache Erstellung von Online-Ausstellungen spezialisiert ist. Das System bietet zahlreiche Erweiterungsmöglichkeiten für eHumanities-Projekte, darunter das Modul Neatline zur Erstellung von erzählenden Präsentationen einschließlich Texten, Objekten, Karten und einer Zeitleiste. Zur Anwendung kam Omeka mit Neatline z. B. beim Lehrstuhl-Projekt Feldforschung zum Ersten Weltkrieg.

Kontakt

Dr. Andrea Schilz

Raum 204 HK 14d
Tel.: +49 851 509 3454
Fax: +49 851 509 3452
E-Mail: Andrea.Schilzatuni-passau.de

Finanzierung

Das Digital Cultures Lab wurde unter anderem eingerichtet mit Unterstützung

  • des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Kontext des Projektes

Deutsch-Tschechisches Digital Humanities Labor zur historischen Feldforschung

  • des Programms „Interreg V-A Österreich-Bayern“ im Rahmen des Projekts "Virtuelle Verbund-Systeme und Informations-Technologien für die touristische Erschließung von kulturellem Erbe“.