Philosophische Fakultät
Meldung

Silvesternacht in Köln aus wissenschaftlicher Perspektive – Öffentliche Diskussion am 21. Januar

Die Geschehnisse in der Silvesternacht in Köln beschäftigen nicht nur die öffentliche, sondern auch die wissenschaftliche Diskussion. Was bedeutet Toleranz? Hat Toleranz Grenzen, und wo liegen diese? Wie wird Multikulturalismus in unserer Gesellschaft derzeit verhandelt – und welche Tabuthemen gibt es in diesem Diskurs? Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung des Lehrstuhls für Südostasienkunde und der Professur für Journalistik am 21. Januar um 19 Uhr im Raum 314a/b (Gebäude Dr. Hans-Kapfinger-Str. 14b) wollen Wissenschaftler und Studierende der Universität Passau diese Fragen beleuchten und erörtern. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich willkommen.

„Multikulturalismus erfordert einen Minimalkonsens als Basis für gegenseitige Anerkennung. Dazu gehört die Toleranz in Bezug auf Unterschiede“, erklärt Veranstalter und Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Rüdiger Korff. „Leider stehen wir vor mehreren Tabus in der Diskussion über Toleranz, Multikulturalismus, sexuelle Selbstbestimmung und Freiheit. Die Geschehnisse in der Silvesternacht und die Reaktionen darauf zeigen jedoch, dass wir diesen Herausforderungen nicht entkommen können.“

Zu Gast sind neben Rüdiger Korff Journalistik-Professor Oliver Hahn, Politikwissenschaftler Prof. Dr. Bernhard Stahl, die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Dr. Dagmar Hellmann-Rajanayagam und Kristina Grossmann, die indonesische Anthropologin Suraya Afiff sowie Masterstudierende des Lehrstuhls für Südostasienstudien. Ziel der Veranstaltung sei es, einen Rahmen für eine sachliche und besonnene Diskussion zu schaffen, so Korff. „Wir werden versuchen, unser Know-how an der Universität zu sammeln, um vernunftbasierte Perspektiven aufzuzeigen.“

Katrina Jordan | 19.01.2016