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Präsidentin besucht Ausstellung "Entfesselte Natur" in der Hamburger Kunsthalle

Mit Naturkatastrophen kennt man sich aus in Passau - nicht nur im Hinblick auf das Leben an drei hochwassersensiblen Flüssen, sondern auch mit Blick auf die wissenschaftliche Expertise: So erhielt die Aufsehen erregende Ausstellung "Entfesselte Natur. Das Bild der Katastrophe seit 1600", die noch bis zum 14. Oktober in der Hamburger Kunsthalle zu sehen ist, kuratorische Unterstützung vom Lehrstuhl für Kunstgeschichte/Bildwissenschaften der Universität. Universitätspräsidentin Prof. Dr. Carola Jungwirth nutzte gemeinsam mit weiteren Professoren der Universität die vorlesungsfreie Zeit für einen Ausstellungsbesuch.

Foto mit Dr. Markus Bertsch, Prof. Dr. Christoph Martin Vogtherr, Universitätspräsidentin Prof. Dr. Carola Jungwirth und Prof. Dr. Jörg Trempler vor einem Gemälde.
Dr. Markus Bertsch, Leitung Sammlung 19. Jahrhundert (von links), Prof. Dr. Christoph Martin Vogtherr, Direktor der Hamburger Kunsthalle, Universitätspräsidentin Prof. Dr. Carola Jungwirth und Prof. Dr. Jörg Trempler. Copyright: Hamburger Kunsthalle, Foto: Romanus Fuhrmann

"Erdbeben, Feuer und Flut hat es immer schon gegeben, aber erst seit dem Beginn der Aufklärung im 18. Jahrhundert wird für solche Ereignisse der Begriff 'Katastrophe' verwendet", erklärt Prof. Dr. Jörg Trempler. Der Inhaber des Lehrstuhls für Kunstgeschichte/Bildwissenschaften hat sich mit einer Arbeit über "Katastrophen. Bild und Bedeutung" habilitiert und sich dem Thema seither wissenschaftlich verschrieben. Bei der Hamburger Ausstellung wurde der Passauer Kunsthistoriker daher als Mitkurator hinzugezogen. Zudem waren Studierende seines Lehrstuhls an der Erarbeitung des Ausstellungskataloges beteiligt. Gemeinsam mit Kurator Dr. Markus Bertsch und Direktor Prof. Dr. Christoph Martin Vogtherr übernahm Jörg Trempler am 14. September die Führung seines Passauer Kollegiums.

Für Präsidentin Prof. Dr. Carola Jungwirth liegt der besondere Reiz der Ausstellung in der Möglichkeit, anhand eines spannenden Themas, der Kunst und den Perspektiven verschiedener Epochen zu begegnen. "Die Erkenntnisse, die Kollege Trempler in seiner Forschung gewonnen hat, werden für die Gesellschaft über die sehenswerte Ausstellung und der Kooperation mit der Hamburger Kunsthalle im wörtlichen Sinne zugänglich. Und dass dieses Wissen, das an der Universität Passau für die Gesellschaft entsteht, in die Gesellschaft transferiert wird, ist uns ein zentrales Anliegen. Ich selbst habe in diesen kurzen zwei Stunden sehr viel über Kunst gelernt und bin begeistert von diesen neuen Aspekten."

Die Ausstellung zeigt über 200 Exponate, darunter Gemälde, Zeichnungen, Graphiken, Skulpturen, Fotografien, Filme und Videoarbeiten. Zu sehen sind unter anderem Werke von Wenzel Hollar (1607-1677), Jan Asselijn (1610-1652), Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Caspar David Friedrich (1774-1840), Théodore Géricault (1791-1824), John Martin (1789-1854), Martin Kippenberger (1953-1997), Christian Jankowski (*1968) und Julius von Bismarck (*1983). Neben Arbeiten aus den Beständen der Hamburger Kunsthalle kommen zentrale Leihgaben aus renommierten Museen und Sammlungen, darunter aus dem Louvre und dem Musée d'Orsay in Paris, der National Gallery und dem Victoria and Albert Museum in London, dem Kunsthaus Zürich und dem Kunstmuseum Basel sowie aus der Berlinischen Galerie.

Die Ausstellung ist eine Kooperation der Hamburger Kunsthalle mit dem Lehrstuhl für Kunstgeschichte/ Bildwissenschaften der Universität Passau.

Katrina Jordan | 20.09.2018

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Weitere Informationen zur Ausstellung: www.hamburger-kunsthalle.de/presse