Professur für Ältere Deutsche Literaturwissenschaft
Forschung

Forschung

Die Forschung erstreckt sich auf die deutschsprachige Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit in ihren literatur-, kultur-, sozial- und wissensgeschichtlichen Kontexten. Die Kontextualisierung erfolgt in einem philologischen und kulturwissenschaftlich-interdisziplinären Zusammenhang, woraus die Überschreitung mediävistischer Forschungsfelder in Richtung einer anwendungsorientierten Germanistik resultiert. Der Transfer von Forschungsergebnissen richtet sich dabei einerseits auf einen Brückenschlag zwischen Mittelalter und Moderne und soll andererseits auch zur didaktischen Vermittlung der Forschungsgegenstände im außeruniversitären Bereich insbesondere im Deutschunterricht beitragen.

Forschungsschwerpunkte sind:
• Kulturwissenschaftliche Ansätze (Antikerezeption, Gender Studies, Historische Emotionalitätsforschung, Konzepte von Wissen und Nicht-Wissen)
• Mediengeschichte und Medientheorie
• Mittelalterrezeption (Film, Nibelungen-Mythos)
• Mittelalterliche Texte im Deutschunterricht

Geplante Projekte:
• (gemeinsam mit Prof. Dr. Karla Müller): „âventiure/Abenteuer − Literarisches Lernen mit mittelalterlichen und modernen Medienverbünden“. Studientagung und Lehrerfortbildung vom 28. bis 30. September 2017 an der Universität Passau. Hier finden Sie den Call for Papers.
• Weiterführung des "mittelneu"-Projektes
• Latenz in der Literatur und Kultur des Mittelalters (Arbeitstitel; Monographie)
• Nibelungen-Rezeption, multimedial (Forschungsdatenbank mit Web-Präsenz)
• (gemeinsam mit Prof. Dr. Hans Krah u.a.): „Arbeit am Faust-Mythos“ (Arbeitstitel; Ringvorlesung im Sommersemester 2018 an der Universität Passau)
• (gemeinsam mit PD Dr. Christiane Ackermann, Universität Tübingen): Hans Sachs (Internationale und interdisziplinäre Tagung)

Laufende Dissertationsprojekte:
• Cornelia Hechberger: Männlichkeitskonstruktionen im „Nibelungenlied“ und in der „Kudrun“ (Arbeitstitel; Erstbetreuerin: Prof. Dr. Andrea Sieber)
• Reiner Nübel: Das graduistische Ideal in den dingen. Induktion und Deduktion als konstitutive Strukturelemente im Werk Walthers von der Vogelweide und ihre fachdidaktische Relevanz (Erstbetreuer: Prof. Dr. Thomas Bein, RWTH Aachen University; Zweitgutachterin: Prof. Dr. Andrea Sieber)
• Barbara Osdarty: Weiblicher Narzissmus im „Erec“ und im „Nibelungenlied“ (Arbeitstitel; Erstbetreuer: Prof. Dr. Theodor Nolte; Zweitbetreuerin: Prof. Dr. Andrea Sieber)
• Katja Winter: Modellierung und Konkretisierung einer kulturwissenschaftlichen Literaturdidaktik am Beispiel eines mittelalterlichen Textes (Arbeitstitel; Erstbetreuerin: Prof. Dr. Marion Bönnighausen, Westfälische Wilhelms-Universität Münster; Zweitgutachterin: Prof. Dr. Andrea Sieber)