Lehrstuhl für Romanische Literaturen und Kulturen
Dia do Brasil (2009)

Dia do Brasil (2009)

Theater und Kannibalen auf dem „Brasilientag“

Plakat zum Dia do Brasil

Ein interkulturelles Konzept

Ende Januar lud das Team des Lehrstuhls für Romanische Literaturen und Kulturen (Prof. Dr. Susanne Hartwig) nach dem "Día de Costa Rica" (2007) und dem "Día de Argentina" (2008) zu einem "Dia do Brasil" ein, um den Passauer Studierenden ein weiteres lateinamerikanisches Land durch ein vielseitiges Programm näher zu bringen.

Neben Fachvorträgen in deutscher und  portugiesischer Sprache wurden Musik- und Theatervorführungen sowie Beiträge zu kulturellen Themen von deutschen und brasilianischen Professoren, Universitätsdozenten und Studierenden dargeboten. Im Vorfeld hatten zahlreiche Studierende ihre besten Fotos mit brasilianischen Motiven für einen Wettbewerb eingereicht.

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Brasilianische Kultur in Theorie und Praxis

Nach der Begrüßung durch Frau Prof. Dr. Susanne Hartwig referierte Prof. Dr. Paulo Soethe von Universidade Federal do Paraná/Curitiba (Südbrasilien) über das Werk des brasilianischen Schriftstellers Guimarães Rosas’. Im Anschluss gab sein Kollege Flávio Stein einen Überblick über das brasilianische Theater im 20. und 21. Jahrhundert. Nach dem wissenschaftlichen Blick auf das Theater berichtete die Studentin Verena Brähler aus der Praxis: Die Passauer Theatergruppe "TEATRE" hatte unter der Leitung von Virginia Sambaquy-Wallner (Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Romanische Literaturen und Kulturen) 2008 das Stück "Prova contrária" ("Gegenbeweis") auf einem brasilianischen Festival in Curitiba aufgeführt. Die Uraufführung war in Passau erfolgt. Auch diesen März wird "TEATRE" wieder nach Brasilien reisen, um mit deutschen und brasilianischen Studierenden ein neues Stück auf dem Festival zu präsentieren.

Die Studierenden des Seminars "Brasilien: Kultur und Kulturen" präsentierten unter der Leitung von Alexander Gropper (Mitarbeiter am Lehrstuhl für Fundamentaltheologie) kulturelle Themen wie Fußball, Karneval, Musik und Schulsystem in Brasilien. Im Anschluss gewährte die brasilianische Universitätsdozentin Maurini de Souza (Universidade Tecnológica Federal do Paraná/Curitiba) Einblicke in die Theaterpraxis.

Für einen musikalischen Höhepunkt und gute Laune sorgten Stefan Metzger und seine Band mit brasilianischen Rhythmen. Bevor der Tag in einem gemeinsamen Essen in der "Pata negra" ausklang, begeisterte Prof. Dr. Michael Rössner von der LMU München noch mit einem kurzweiligen Vortrag über den Kannibalismus und dessen Bedeutung für die brasilianische Identität.

Tipps für das Studium in Brasilien

Neben den wissenschaftlichen Vorträgen zu Kultur und Literatur war es den Veranstaltern des "Dia do Brasil" ein Anliegen, das Interesse der Studenten für eine Teilnahme an einem Austausch mit den drei brasilianischen Partneruniversitäten zu wecken. Martina Weis (Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Romanische Literaturen und Kulturen) und Barbara Lehrmann (Auslandsamt) informierten über einen Studienaufenthalt in Brasilien. Die Studierenden konnten auch selbst mit den Wissenschaftlern der Partneruniversität in Curitiba sprechen.

Bilder Brasiliens

Wie bei den vergangenen Veranstaltungen fand auch am "Dia do Brasil" ein Fotowettbewerb statt, auf dem die Studierenden ihr persönliches Bild von Brasilien präsentieren konnten. Am Ende gelang es Victoria Röber mit ihrem Bild "O Santo" die Jury zu überzeugen, doch kann man sagen, dass alle Fotos –  von lachenden Kindern über einsame Sandstrände und obligatorische Kokosnüsse bis hin zum "alltäglichen Chaos" Rio de Janeiros – das Fernweh weckten. Beleza!

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