Lehrstuhl für Romanische Literaturen und Kulturen
Dia do Brasil (2015)

Dia do Brasil (2015)

Brasilien im Fokus: Dia do Brasil an der Universität Passau

Plakat Brasilia

Mit dem Dia do Brasil am 15. Januar 2015 setzten Prof. Dr. Susanne Hartwig und das Team ihres Lehrstuhls für Romanische Literaturen und Kulturen die Tradition der jährlich im Januar stattfindenden internationalen Lateinamerika-Tage fort. Studierende und Wissenschaftler fanden sich zu der von Susanne Hartwig moderierten Veranstaltung im Nikolakloster ein, um die vielen Facetten Brasiliens aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.

Prof. Dr. Paulo Astor Soethe von der Universidade Federal do Paraná in Curitiba und Gastdozent an der Universität Passau hielt den gut besuchten Eröffnungsvortrag zum Thema „Das deutschsprachige Substrat in der brasilianischen Gesellschaftsgeschichte.“ Darin stellte er die Besonderheit der Präsenz der Deutschen und ihrer Sprache in Brasilien vor und präsentierte insbesondere eine vielversprechende neue Kooperation deutscher und brasilianischer Philologen zur Erforschung brasilianischer Archive.

Im Anschluss referierte Prof. Dr. Anhuf über den Einfluss der Fußballweltmeisterschaft der Herren 2014 auf die Tourismusentwicklung in Brasilien. Der Beitrag sorgte für angeregte Diskussionen, unter anderem über den Bau neuer Fußballstadien in abgelegenen Teilen des Landes.

Mehr zum Dia do Brasil

Die studentischen Vorträge eröffnete Frau Ramona Linder mit einer Reflexion über die Stadt Brasilia als gebauten Raum der Moderne, gefolgt von Annika Johann mit einer Präsentation verblüffender Zahlen über Brasilien. Das Programm des Nachmittags begann Frau Isabel Ramos-Kauhausen, tätig am Sprachenzentrum der Universität, mit einer amüsanten Lesung aus dem Werk "Ein Brasilianer in Berlin" von João Ubaldo Ribeiro. Leon Biermann rundete den akademischen Teil der Veranstaltung mit einem Vortrag zum Thema "Bossa Nova" ab. Er konnte neben vertieften Kenntnissen über die Geschichte und Bedeutung des Bossa Nova mit zahlreichen Musikbeispielen aufwarten.

Die Vizepräsidentin für Internationale Beziehungen, Prof. Dr. Ursula Reutner, schloss das Kolloquium und wies dabei auf das große Interesse aller Fakultäten der Universität Passau an Brasilien sowie auf das frühzeitige Passauer Engagement in diesem Land hin, das u.a. dank der Wilhelm-von-Finck-Stiftung ermöglicht wurde. Im Rahmen des Gastaufenthalts von Paulo Soethe konnte eine weitreichende Vertiefung der Beziehungen diskutiert werden, die u.a. Praktikumsplätze für Passauer Lehramtsstudierende einschließt. Kooperationen sind in den Bereichen Deutsch als Fremdsprache, Digital Humanities und Informatik geplant. "Curitiba ist zwar die siebtgrößte Stadt Brasiliens, mit 1,8 Millionen Einwohnern für brasilianische Verhältnisse aber relativ klein und damit ein optimaler Partner für Passau", erklärte Reutner mit einem Augenzwinkern.

Die Verleihung der Preise des Fotowettbewerbs durch Prof. Dr. Ursula Reutner bildete den Abschluss des abwechslungsreichen Programms. Zu dem unter dem Motto „Brasilien bedeutet…" durchgeführten Wettbewerb waren insgesamt 29 Fotos eingereicht worden. Das Foto „Barberia Chic" von Annika Haury wurde mit dem ersten Preis prämiert. Tabea Schneider und Johanna Fischotter erhielten weitere Preise mit "Perspektiven" und "Das indigene Volk der ‚Akwẽ Xerente‘ wäscht die Kleidung im Fluss."

Bei brigadeiros und anderen traditionell brasilianischen Snacks ließen die Besucher und Besucherinnen den Tag zu den Klängen von Batucada, Bossa Nova und Samba ausklingen.

Siegerfotos des Fotowettbewerbes

Tabea Schneider: Perspektiven (Perspektiven-Wechsel in Salvador de Bahia) - 2. Platz
Tabea Schneider: Perspektiven (Perspektiven-Wechsel in Salvador de Bahia)
Prof. Dr. Reutner, Prof. Dr. Anhuf, Tabea Schneider, Arnika Haury, Johanna Fischotter, Prof. Dr. S. Hartwig
Prof. Dr. Reutner, Prof. Dr. Anhuf, Tabea Schneider, Arnika Haury, Johanna Fischotter, Prof. Dr. S. Hartwig
Johanna Fischotter: Das indigene Volk der „Akwẽ Xerente“ wäscht die Kleidung im Fluss. Dieses Mädchen hilft mit. (Tocantins, Terra Indigena - Nähe Tocantinia, 20.09.2014)
Johanna Fischotter: Das indigene Volk der „Akwẽ Xerente“ wäscht die Kleidung im Fluss. Dieses Mädchen hilft mit. (Tocantins, Terra Indigena - Nähe Tocantinia, 20.09.2014)